Der BUND Blaubeuren und das Bündnis für Artenvielfalt

In diesem Bereich berichten wir in unregelmäßigen Abständen über Aktivitäten unserer BUND Ortsgruppe im Bündnis für Artenvielfalt Blaubeuren.


Pflegemaßnahmen am Rucken 2022/2023

Am 6. Oktober 2022 fand die jährliche Begehung auf dem Rucken statt

Thema: Pflegemaßnahmen am Rucken 2022/2023

Eingeladen hatte das Bündnis für Artenvielfalt Blaubeuren unter Leitung von Wolfgang Wohnhas. Zum Bündnis gehören die Ortsansässigen Naturschutzverbände des BUND, Nabu, Naturfreunde und des Schwäbischen Albvereins, alles Vereine aus Blaubeuren.

Mit dabei waren auch Vertreter von Bauamt und Bauhof, Artenschutzbeauftragte, Naturschutzbeauftragte und der Landschaftserhaltungsverband Alb-Donau-Kreis (LEV).

Vertreter ortsansässiger Naturschutzverbände, Naturschutzbehörden und Mitarbeiter der Stadt Blaubeuren trafen sich am 6. Oktober 2022 am Rucken. Thema: Pflegemaßnahmen 2022/2023.  (M. C. Thumm)

Der Rucken ist ökologisch sehr wertvoll und beherbergt nicht nur eine Vielzahl an Insekten- und Schmetterlingsarten, sondern auch eine unter Schutz stehende Vogelwelt und sehr viele besondere Pflanzenarten, die es zu erhalten gilt.

Ziel ist es, in der gemeinsamen Begehung, jedes Jahr den ökologischen Zustand am Rucken zu begutachten und dabei die jährlichen Pflegemaßnahmen der städtischen Teilflächen durch Pflegearbeiten und der stattfindenden Beweidung zu optimieren und zu koordinieren. Im Vordergrund steht, den manuellen Arbeitseinsatz zu reduzieren und die Ökologische Artenvielfalt bei Flora und Fauna zu erhöhen. Die gewonnen Ergebnisse und Empfehlungen fließen in einen Katalog ein, in dem strukturverbessernde Maßnahmen im Hinblick auf Ökologie und Artenschutz auf vielen städtischen Grundstücken der Stadt Blaubeuren dokumentiert werden.

Das Bündnis für Artenvielfalt Blaubeuren regte 2018 diesen Maßnahmenkatalog bei der Stadt Blaubeuren an und verfolgt die Ergebnisse und die Umsetzung der Empfehlungen bis heute.

Der BUND Blaubeuren bleibt dran.


05.02.2022 Arbeitseinsatz an der Hessenhüle

Aktion mit vielen Helfern vom Bündnis für Artenvielfalt Blaubeuren

Aktion an der Hessenhüle am 05.02.2022 mit dem Bündnis für Artenvielfalt Blaubeuren  (Foto: M. C. Thumm)

Neben der Hessenhüle bei den Hessenhöfen soll ein 2. Teich entstehen. Damit genügend Licht das Gewässer erreichen kann, musste der Bereich im Vordergrund (siehe Abbildung) freigeschnitten werden. Hauptsächlich wurden dünne Bäume und Haselnussbüsche von vielen Helfern aus allen Naturschutzvereinen abgeschnitten und aufgehäuft. Unter der Leitung des NaBu Blaubeuren konnte die Maßnahme mit dem Schwäbischen Albverein, den Naturfreunden und dem BUND Blaubeuren kurzfristig gestartet und so der Platz für eine Erweiterung dieser Hüle ermöglicht werden. In den nächsten Wochen soll ein Bagger den Bereich etwas tiefer ausheben. Wir freuen uns, dass wir gemeinsam im Ehrenamt solche Dinge bewegen können.


11/2021 - Neuigkeiten bei der Landschaftspflege am Rucken

Der BUND Blaubeuren unterstützt das Bündnis für Artenvielfalt in Blaubeuren

Zebubeweidung am Rucken  (M. C. Thumm)

Seit 2018 entwickelten die Naturschutzverbände BUND, NABU, Schwäbischer Albverein und Naturfreunde in Blaubeuren in einem „Bündnis für Artenvielfalt“ gemeinsam mit der Stadt Blaubeuren einen Maßnahmenkatalog um strukturverbessernde Maßnahmen auf städtischen Flächen zu erreichen. Der Katalog enthält insgesamt Vorschläge und Empfehlungen für 160 Maßnahmen.

Bei den diesjährigen Pflegemaßnahmen durch den Bauhof auf dem Rucken sind daraufhin wiederkehrende Bearbeitungsmethoden geändert worden um dem allgemeinen Insektensterben entgegenzuwirken. Teilbereiche der Magerrasenflächen sollen somit im jährlichen Wechsel gemäht werden, damit überwinternde Insekten eine Überlebenschange erhalten. Auch die Wegränder sollen nicht mehr gemulcht werden. Partiell wird der Gehölzaufwuchs bearbeitet, um eine Verbuschung der Landschaft zu verhindern. Die großen Wiesenflächen werden weiterhin jährlich mit Zebus beweidet.

Die geänderte Pflegemaßnahme am Rucken ist nur „eine“ von insgesamt 68 vom Gemeinderat beschlossenen Maßnahmen. Die Bevölkerung wird um Verständnis gebeten, dass solch ökologisch wertvolle Flächen nicht mehr so intensiv gepflegt werden, wie es bisher üblich war. Dieses Vorgehen dient dem Erhalt der Artenvielfalt. 
► Zeitungsbericht der SWP+ am 24. und 26.11.2021


Besprechung zum Thema Biodiversität – strukturverbesssende Maßnahmen auf städtischen Flächen in der Stadthalle Blaubeuren

Eingeladen waren die Ortsvorsteher der Teilorte und die Vertreter der an der Umsetzung beteiligten Naturschutzverbände des Bündnisses für Artenvielfalt

Am 08.06.2021 fand in der Stadthalle Blaubeuren auf Einladung von Frau Sarah Kölle, Leiterin Stadtbauamt, eine Besprechung zum Thema Biodiversität – strukturverbesssende Maßnahmen auf städtischen Flächen statt.

Hintergrund: Im Juni 2018 kam das Bündnis für Artenvielfalt Blaubeuren auf die Stadt Blaubeuren mit der Anregung zu, durch konkrete Maßnahmen auf der Gemarkung Blaubeuren dem allgemeinen Insektensterben entgegen zu wirken. Der Vorschlag war, auf städtischen Grundstücken strukturverbessernde Maßnahmen im Hinblick auf die Ökologie vorzunehmen. Gemeinsam wurde ein umfangreicher Maßnahmenkatalog erarbeitet. Dieser wurde im Mai 2019 dem Gemeinderat vorgestellt. Der Katalog enthält Vorschläge für 170 Maßnahmen. Der Gemeinderat hatte beschlossen, 61 der 170 vorgeschlagenen Maßnahmen umzusetzen.

Ziel der Besprechung war es nun den Stand der umgesetzten Maßnahmen zu aktualisieren und die weitere Vorgehensweise festzulegen. Die Ortsvorsteher mit Unterstützung der Naturschutzverbände haben dabei den Stand der Umsetzung der einzelnen Ausführungen vorgetragen und so die Maßnahmenliste entsprechend auf einen neuen Stand gebracht.

Am Ende der Besprechung waren sich alle einig - der Erfolg des Bündnisses und deren Idee war und ist für alle deutlich erkennbar und durch die Vielfalt und Anzahl der erfolgten Maßnahmen in Zusammenarbeit mit Stadtverwaltung und Naturschutzverbänden äußerst Sinnvoll. Frau Kölle bedankte sich für das große Engagement bei allen Beteiligten.

R. Frick im Juni 2021


Treffen auf dem Rucken

Begehung am 31.05.2021 Bündnis für Artenvielfalt  (Foto: Roland Frick)

Ortsbegehung am 31. Mai 2021

Bei einer erneuten Ortsbegehung am 31. Mai 2021 durch Mitglieder des Bündnisses für Artenvielfalt wurden die am 07. Juli 2020 empfohlene Pflegemaßnahmen für einzelne Bereiche z.B. am Rucken erneut diskutiert und an gegebene Situationen angepasst.

Diskussionspunkte waren: Mulchen an Wegrändern, frühzeitige Entfernung des Gehölzaufwuchses (Hartriegel, Kanadische Goldrute), Begutachtung der Teilflächen im Stadtgebiet.


Pflegemaßnahmen auf städtischen Flächen

Begehung am 07.07.2020 nach einer Einladung durch das Bündnis für Artenvielfalt Blaubeuren  (Foto: Michael C. Thumm)

07.07.2020 Treffen auf dem Rucken

Viele Teilnehmer u.a. vom Landschaftserhaltungsverband Alb-Donau, Naturschutzbeauftragten, Artenschutzbeauftragten, Bauhof der Stadt Blaubeuren, Schwäbischem Albverein Blaubeuren, NABU-Blaubeuren und BUND-Blaubeuren kamen zum Ortstermin auf den Rucken. 

Die in 2020 bisher im gesamten Stadtgebiet durchgeführten Maßnahmen des Bauhofes wurden erörtert und überwiegend positiv bewertet.

Zu den diskutierten Punkten zählten u.a. Begutachtung bisheriger Weideflächen, Beweidung durch Zebus, Esel und Ziegen, Weidetermine, manuelle Zurückdrängung von Goldrute und Hartriegel, abwechselnde Mähbereiche und das Einhalten optimierter Mähzeitpunkte um der Vernichtung wichtiger Insektenpflanzen vorzubeugen und ein Überwintern von Insekten auf stehengeblieben Wiesenteilen zu ermöglichen.  


Bündnis für Artenvielfalt Blaubeuren

Hintergrund und Informationen zum Bündnis

Protokollieren der öffentlichen Flächen  (Foto: M. C. Thumm)

Im Bündnis für Artenviel­falt der Region Ulm/Donau-Iller engagieren sich viele Natur­schutz­­verbände um gegen das Insekten­sterben und den Rückgang der Vögel zu agieren.

Dazu wurde in Blaubeuren das lokale Bündnis mit den Natur­schutz­verbänden Schwäbischer Albverein, NABU,  Naturfreunde und BUND gegründet. Im Blick sind vor allem die öffent­lichen Flächen die umwelt­ver­träglich zur Erhöhung der Arten­viel­falt und damit auch zur Erhol­ung der Insekten- und Vogel­popula­tionen bewirt­schaftet werden sollen.

Im ersten Schritt wurden diese öffent­lichen Flächen innerhalb der Gemarkung Blaubeuren von den Natur­schutz­verbänden identi­fiziert und in einer Maß­nahmen­liste zusammen­gefasst.

Die Umsetzung der möglichen Maß­nahmen erfolgt von den Initia­toren aus den Teil­orten und der Kernstadt heraus im Ein­ver­nehmen mit der Stadt­verwaltung und in Zusammen­arbeit mit dem städtischen Bauhof.

Wir vom BUND-Blaubeuren möchten hier über Maßnahmen und deren Fort­schritte beim Bündnis für Artenviel­falt in Blaubeuren berichten – Wir bleiben dran!


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