Willkommen beim BUND-Regionalverband Donau-Iller

BUND-Regionalverband
Donau-Iller

Willkommen beim BUND-Regionalverband Donau-Iller

Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland: Wir verstehen uns als die treibende gesellschaftliche Kraft für eine nachhaltige Entwicklung in Deutschland. Unsere Vision ist ein zukunftsfähiges Land in einer zukunftsfähigen und friedfertigen Welt. Der BUND-Regionalverband Donau-Iller sowie die dazugehörigen BUND-Kreisgruppen Alb-Donau, Biberach und Ulm tragen konkret mit Projekten zum aktiven Umweltschutz bei. Interessierte Bürger*innen, passive Mitglieder und aktive Umweltschützer*innen sind gleichermaßen bei uns willkommen. Kommen Sie einfach bei uns vorbei, schreiben eine Mail oder stöbern vorerst auf unserer Seite!

Naturschutztage 2023

05.-08.01.2023

Neuste Erkenntnisse und Projekte zum Klima- und Artenschutz sowie der Flächenverbrauch werden zentrale Themen der traditionellen Naturschutztage am Bodensee 2023 sein. Dieses größte Naturschutz-Event im deutschsprachigen Raum wird nach zwei virtuellen Ausgaben vom 5. bis 8. Januar 2023 wieder als Präsenzveranstaltung in Radolfzell am Bodensee geplant.

In diesem Jahr richtet der BUND Baden-Württemberg das Treffen aus. Rund 40 Einzelveranstaltungen warten auf die Teilnehmer*innen des viertägigen Treffens. Zur Angebotspalette gehören Fachvorträge - zum Teil prominent besetzt - eine Podiumsdiskussion zum Flächenverbrauch, Exkursionen in die winterliche Bodensee-Landschaft, Seminare und Diskussionsforen sowie ein Kabarett und ein Filmabend. Es gibt zahlreiche Gelegenheiten für Begegnung und persönlichen Austausch.

Hoffnung für den naturverträglichen Ausbau Erneuerbarer Energien wird Christian Kühn am ersten Tag erzeugen. Er ist Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz, und Mitglied des Bundestags. "Artensterben und Klimawandel - eine Zwillingskrise" heißt der Vortrag der Vegetationsökologin Katja Tielbörger von der Uni Tübingen. Über Moore für den Klimaschutz, ihre Bedeutung, Gefährdung und Schutz der natürlichen CO2-Senken in Baden-Württemberg referiert Andre Baumann am zweiten Tag. Er ist Staatsekretär im Umweltministerium Baden-Württemberg und Mitglied des Landtags. Die von BUND und Öko-Institut in Auftrag gegebene Studie "100 Prozent Klimaneutralität - der Beitrag Baden-Württembergs und seiner Regionen" stellt Matthias Koch vom Öko-Institut Freiburg vor. Die Podiumsdiskussion zum Flächenverbrauch führen Andrea Lindlohr, Staatssekretärin im Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen und Mitglied des Landtags, Gerhard Bronner, Vorsitzender des Landesnaturschutzverbands (LNV) und Sylvia Pilarsky-Grosch, BUND-Landesvorsitzende.

Weitere Infos und Anmeldung unter https://www.naturschutztage.de/

Die neuen BUNDen News Donau-Iller sind da!

Berichte über die vielfältige BUND-Arbeit in unserer Region

In der aktuellsten Ausgabe der BUNDen News Oktober 2022 erfahren Sie viel über unsere Arbeit im Umwelt- und Naturschutz in der Region. Viel Spaß beim Lesen!

Wenn Sie mehr über unsere Projekte und unsere Umweltschutzarbeit in der Region erfahren wollen, können Sie sich auch den Film ansehen, der im Herbst 2020 gedreht wurde: Film anschauen.

Bitte nicht abschneiden!

Insekten brauchen Winterquartiere

Viele unserer heimischen Insekten überwintern als Larve, Ei oder ausgewachsenes Insekt in abgestorbenen Pflanzenstängeln oder an vertrockneten Grashalmen. Diejenigen Schwalbenschwanz-Raupen etwa, die erst im Spätsommer schlüpfen, schaffen es meist nicht mehr, ihre Entwicklung zum fertigen Schmetterling im laufenden Kalenderjahr abzuschließen; sie verpuppen sich und verbringen die kälteren Monate im Zustand der Puppenruhe, aufgehängt an ihren Nahrungspflanzen; dazu gehören zum Beispiel Wilde Möhre oder Fenchel (Bild); erst im nächsten Frühjahr schlüpfen dann die prächtigen Falter.

Wenn nun diese Winterquartiere im Garten oder auch an Straßen- und Wegrändern abgeschnitten oder abgemäht werden, gehen zahlreiche Insekten-Individuen verloren, die nötig wären, um im folgenden Jahr stabile Populationen aufzubauen. Dies ist einer der wenig bekannten Gründe für den dramatischen Verlust an Naturvielfalt, der auch hier in Mitteleuropa zu verzeichnen ist.

Doch dem Einbruch der Schmetterlings-, Wildbienen- oder Käferpopulationen kann jede einzelne Person in ihrem direkten Umfeld Einhalt gebieten: etwa indem bei der Gartenpflege möglichst viel Pflanzenmaterial über den Winter stehen gelassen wird, damit die Insekten überleben. Die verblühten und abgestorbenen Pflanzen bieten darüber hinaus nicht nur überwinternden Wirbellosen Vorteile: Igel bauen sich in wilden Gartenecken gerne ihr Nest für den Winterschlaf; die Samen von Lavendel und anderen Stauden werden außerdem gerne von Finkenvögeln wie dem Girlitz abgeerntet.

Für die Verjüngung der Pflanzen ist es völlig ausreichend, die Stängel im nächsten Frühjahr abzuschneiden; und wer beim Gärtnern ein bisschen kreativ ist, setzt Samenstände und trockene Halme außerhalb der Wachstumsperiode als dekorative Gestaltungselemente ein. Tipps dazu, wie der Garten zum Nutzen der Natur winterfest gemacht werden kann, sind auf der Internetseite des LBV unter https://www.lbv.de/ratgeber/lebensraum-garten/der-winterfeste-garten/ zu finden.

Eine besondere Vorbildfunktion sehen wir übrigens bei den kommunalen Bauhöfen und den Straßenmeistereien: Im Herbst sollte an Straßenrändern und auf öffentlichen Grünflächen nur so viel gemäht werden, wie unbedingt nötig ist, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Eine gute Möglichkeit ist auch, im Frühsommer nur eine Hälfte der extensiven Grünflächen zu mähen und die andere Hälfte dann erst im Herbst nachzuholen. So bliebe (anders als auf landwirtschaftlich genutzten Wiesen) immer ein Teil der Blühflächen für die Insekten ungemäht. Auf diese Weise könnten wir den Verlust der Biodiversität gemeinsam ein Stück weit aufhalten.

Ausstellung "Blühende Heuwiesen"

Ausstellung ab 13.10. im Naturkundlichen Bildungszentrum Ulm

Wenn es um den Schutz der Artenvielfalt geht, hat die Landwirtschaft ein schlechtes Image. Dabei sind artenreiche Wiesen, die so wichtig sind für Schmetterlinge, Wildbienen und Heuschrecken, erst durch die Landwirtschaft entstanden. Vor 100 Jahren mähten Bäuer*innen zwei Mal im Jahr von Hand ihre Wiesen, um daraus Heu für Tierfutter zu gewinnen. Die Natur hat sich im Laufe der Zeit daran angepasst und es sind neue Lebensräume mit bis zu sechzig Kräuter- und Gräserarten entstanden. Diese Heuwiesen bieten Tausenden Tierarten einen Lebensraum, darunter vielen gefährdeten Insekten, wie der Grauschuppigen Sandbiene, dem Braunen Feuerfalter oder der Wanstschrecke. So bunt wie früher geht es auf den Wiesen jedoch nur noch selten zu. Das fein ausbalancierte Zusammenleben der vielen verschiedenen Pflanzen, wie der Margerite, Wiesen- Glockenblume, Schlüsselblume oder Wilden Möhre hängt an einem seidenen Faden.

Doch trotz gesetzlichem Schutz sind in den vergangenen zwanzig Jahren durch Überbauung, Nutzungsintensivierung oder Klimakrise viele besonders artenreiche Wiesen verloren gegangen. Schaffen wir es, dieses Erbe für uns und die Natur zu bewahren? Was muss sich ändern und was kann jede*r einzelne tun?

Wir waren zu Gast bei Radio free fm

Thema der Sendung: Lichtverschmutzung

Am 15. September waren unsere Regionalgeschäftsführerin Jana Slave und Thomas Marggraf, ehrenamtlicher BUND-Aktiver und selbstständiger Lichtplaner zu Gast bei Radio free fm. Die Earth Night am 23. September nahmen wir zum Anlass, um über das Thema Lichtverschmutzung, Ursachen, Folgen und Lösungen zu diskutieren. Den vollständigen Radio-Beitrag können Sie hier nachhören (ab Sekunde 40 geht's los). Mehr Infos zum Thema gute Außenbeleuchtung finden Sie hier und zur Earth Night hier.

Einen Videobeitrag zum Thema Lichtverschmutzung mit Beteiligung von Jana Slave hat die Schwäbische Zeitung gedreht: Unterschätzte Gefahr - Zu viel Licht für Mensch und Tier (schwaebische.de)

Helfen Sie mit, die Streuobstwiese im Rosengarten zu retten!

Postkartenaktion des BUND Ehingen

Im Baugebiet "Rosengarten" in Ehingen soll eine prächtige, alte und artenreiche Streuobstwiese platt gemacht werden. An Ort und Stelle soll eine Straße für die Erweiterung des Baugebiets verlaufen. Der BUND Ehingen brachte sich schon früh bei der Stadtverwaltung in die Planung mit ein und erläuterte detailliert, wie die Streuobstwiese als ökologische Zelle in das Baugebiet eingeplant und so erhalten werden könnte. Leider waren alle Gespräche und auch ein Antrag der GRÜNEN im Gemeinderat erfolglos. Die Wiese soll dem Asphalt weichen. Der Streuobstschutzparagraph 33a des Landesnaturschutzgesetzes greift nicht, da der Bebauungsplan bereits 2005 beschlossen wurde. Der BUND Ehingen hat nun eine Postkartenaktion an OB Baumann lanciert, um die Streuobstwiese zu retten. Beteiligen Sie sich daran und helfen Sie mit, dieses artenreiche Biotop zu retten. Die Postkarten können im BUND-Umweltzentrum in der Pfauengasse 28 abgeholt werden. Mehr Infos zu unserer politischen Arbeit finden Sie hier.

Sommernewsletter des BUND Regionalverbandes Donau-Iller

Die BUNDen News Donau-Iller Juli 2022

Unsere BUND-Gruppen berichten über ihre Veranstaltungen, Landschaftspflegeaktionen und Projekte. Viel Spaß beim Lesen!

BUNDe News Juli 2022

Ulmer Fuß- und Radentscheid

Wir sammlen Unterschriften für ein Fußgänger- und Fahrradfreundliches Ulm!

Am Freitag, dem 29.07., starteten wir mit einer offiziellen Veranstaltung und Aktion den Fuß- und Radentscheid, den wir seit Monaten vorbereitet haben. Damit haben wir das Sammeln von mindestens 7.500 Unterschriften begonnen. Schaffen wir das, dann ist die Grundlage für eine schnellere und nach höheren Mindeststandards ausgebaute Infrastruktur für zu Fuß gehende und Radfahrende gelegt. Bei der Autaktveranstaltung wurde der FuR der Presse und Interessierten vorgestellt, es gab eine Sitzdemo vor dem Rathaus und eine Critical Mass.

Wer sind wir und wieso wir das machen:
Wir sind 10 Ulmer:innen, die sich ehrenamtlich für ein noch lebenswerteres Ulm einsetzen. Der Ausbau von attraktiver Fuß- und Radinfrastruktur soll für subjektive Sicherheit in der Mobilität sorgen, egal ob sie 8 oder 88 Jahre alt sind.

Was wir fordern:
Sichere und durchgängige Fuß- und Radwege, die breit genug sind diese zu zweit nebeneinander oder zum Überholen nutzen zu können. Ein Radvorrangnetz für zügiges Erreichen von hochfrequentierten Zielen wie dem Hauptbahnhof. In insgesamt 8 Zielen fordern wir darüber hinaus, sicherere Kreuzungsgestaltungen, mehr Abstellanlagen oder transparentere Kommunikation zu Fortschritten. Weitere Details zu unseren Zielen und unsere Unterschriftenliste finden Sie auf unserer Webseite www.FuR-Ulm.de.

Wo kann man unterschreiben?
Unterschreiben können Sie u.a. im BUND-Umweltzentrum (Pfauengasse 28), im ADFC-Infoladen (Radgasse 8), in der Buchhandlung Jastram (Schulhausgasse 8) oder im Unverpacktladen Ora d'Oro (Unter der Metzig 22). Im BUND-Umweltzentrum, Pfauengasse 28, 89073 Ulm können auch unterschriebene Listen abgegeben werden oder per Post dorthin geschickt werden.

Schwitzen fürs Umweltwissen auf dem Solar-Gründach

BUND-Exkursion zur Firma ZinCo am 19. Juli 2022

Firmengebäude ZinCo, beispielhaft: Wenn schon im Außenbereich bauen, dann auch auf dem Gelände biologische Vielfalt fördern, Energie sparen und erzeugen! Foto: Lupp

Auf Einladung der BUND Regionalverbände Neckar-Alb und Donau-Iller sowie des PV-Netzwerks Donau-Iller besuchten Teilnehmer*innen (TN) aus der Stadtplanung, der Kommunalpolitik, von Klimaschutzbehörden, vom BUND sowie interessierte Privatpersonen die Firma ZinCo in Nürtingen. Manfred Krüger (Geschäftsführer Vertrieb bei ZinCo) hielt einen spannenden Vortrag zum Nutzen der Dachbegrünung, zu Kombinationsmöglichkeiten mit Photovoltaik (PV) oder Solarthermie sowie möglichen Synergien zwischen beiden Nutzungen trotz "Flächenwettbewerb" zwischen Pflanzenvielfalt und Energiegewinnung. Manfred Krüger und Jens Knaisch beantworteten im Anschluss zahlreiche Fragen und diskutierten mit den TN über Statik, PV-Aufständerung, "Klimadach",  Kühlwirkung der Bepflanzung auf Solarzellen (zur Ertragsteigerung!) und andere Details.

Die Firma ZinCo begrünt weltweit Gebäude und Infrastrukturen, darunter die berühmte "Highline" in New York. In Zusammenarbeit mit Solarteuren installiert sie die klassisch-schrägen PV-Anlagen, aber auch bifaziale Anlagen (Vorteil: Zwei Solarpeaks pro Tag, keine Schneelastprobleme, einfachere Bewirtschaftung oder Pflege der Flächen zwischen den Panels) und ganz neu, noch im Versuchsstadium, "TubeSolar" über Begrünung mit sehr guter Ausnutzung der Sonneneinstrahlung im Tagesverlauf. Diese Röhren mit integrierten Solarzellen liefern außerdem Starkwinden kaum Angriffsfläche. Beim Substrat und bei der Drainageschicht verwendet ZinCo einen hohen Anteil an Recyclingmaterial und strebt kurze Transportwege an.

In den Zeiten des Klimawandels mit zunehmenden Starkniederschlägen und immer mehr Tropentagen (insbesondere in Städten mit schlechter Durchlüftung, zu wenig Grün und viel Teer sowie wärmeabstrahlenden PKW) sowie des Artensterbens wird die klimafreundliche Energieerzeugung, die Wasserretention, die Verdunstungskühlung sowie der Artenschutz auch im Siedlungsgebiet immer wichtiger.
Klar ist: Wir können es uns nicht mehr leisten, naturnahe Lebensräume sowie wasser- und kohlenstoffspeichernde Böden unter Gebäuden, Straßen oder Parkplätzen verschwinden zu lassen. Und wenn Firmen, Institutionen oder private Bauherren dies doch tun, dann sollten sie den Eingriff auch auf dem Baugrundstück bzw. im Baugebiet zumindest ansatzweise ausgleichen - mit Regenwasserzisternen im Boden, Begrünung + Solar auf dem Dach (was beim Neubau in der Regel einfacher ist als bei alten Gebäuden) und/ oder an der Fassade sowie einer klimaresilienten, vernetzten und insektenfreundlichen Bepflanzung.

Manfred Krüger zeigte eindrucksvolle Fotos davon, wie Begrünung ein Dach schützen kann: Beim Hagelunwetter im Sommer 2021 im Landkreis Reutlingen wurde ein Kies-Flachdach so stark beschädigt, dass Wasser ins Gebäude eindrang und das Dach komplett saniert werden musste. Beim begrünten Flachdach eines nebenliegenden, ebenfalls vom Hagel betroffenen Gebäude wurde nur die Bepflanzung und die oberste Substratschicht beschädigt, die Pflanzen erholten sich weitgehend. Daneben präsentierte der Referent einige Bilder vom relativ aufwändigen "Urban Gardening" auf Dächern und Tiefgaragen. Der gemeinschaftliche Gemüse- und Obstanbau fördert ganz praktisch das Wissen über die Herkunft unserer Lebensmittel. Aber natürlich kann damit nicht der baubedingte Verlust landwirtschaftlicher Flächen für die Nahrungserzeugung ausgeglichen werden.

Anhand von einigen Negativbeispielen machte der Referent deutlich, dass selbst eine extensive, wuchsschwache Pflanzenmischung zumindest einmal im Jahr gepflegt werden muss. Denn man will nicht nach wenigen Jahren z. B. "die berühmte Birke", welche die PV-Panels beschattet und die Abdichtung gefährdet, herausreißen müssen, so Krüger.

Da es an diesem Tag sehr heiß war (was die blütenbesuchenden Insekten übrigens kaum zu beeinträchtigen schien) genossen die TN nach dem Abstecher aufs Firmendach wieder die angenehme Kühle im Firmengebäude. Es handelt sich um einen rund zehn Jahre alten Plus-Energie-Bau in Holz-Sandwich-Bauweise. Eine wasserspeichernde Zisterne kühlt und die Abwärme von Computern und Mitarbeiter*innen heizt über ein Belüftungssystem das Gebäude - ganz ohne stromfressende Klimaanlage!

Mittschnitt & Bericht zum BUND Online-Seminar

Fassadenbegrünung, Dachbegrünung und Photovoltaik – Wie passt das zusammen?

Mehr Photovoltaik auf den Dächern als aktiver Beitrag zum Klimaschutz, mehr Begrünung und Regenwasserrückhaltung als Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel sowie besserer Artenschutz im Siedlungsgebiet - das sind wichtige Ziele für Kommunen.

Die BUND Regionalverbände Donau-Iller, Neckar-Alb und der BUND Kreisverband Reutlingen luden deshalb zusammen mit ihren Kooperationspartnern, der KlimaschutzAgentur Reutlingen und der kommunalen Energieagentur Ulm dazu ein, sich im Vortrag von Dr. Ing. Amany von Oehsen darüber zu informieren, wie sich Photovoltaikanlagen auf Dächern von Wohn- und Gewerbegebäuden mit einer Begrünung des Daches bzw. der Fassade kombinieren lassen.
In der mit 100 Anmeldungen ausgebuchten Veranstaltung lieferte die Referentin, Physikerin und Mitarbeiterin der BUND-Umweltberatung Heidelberg, zahlreiche Zahlen und Hinweise zu den Vor- und Nachteilen für den Stromertrag, den Artenschutz, die Kühlwirkung sowie die Kosten bei der Kombination von PV mit Begrünung.
Die BUND-Mitglieder Martin Denoix und Rainer Blum ergänzten den Vortrag um Praxistipps zur Installation und Pflege von privaten zw. genossenschaftlich genutzten begrünten Solardächern. Julian Otto, Mitinhaber einer Fassadenbegrünungsfirma hob die Bedeutung von Wilden Wein, Efeu usw. für Stadtbild und Gebäudeklima hervor, verschwieg aber auch anhand eindrucksvoller Fotos den Pflegeaufwand insbesondere in der Anfangszeit nicht. Anschließend hatten die Zuschauenden Gelegenheit für Fragen oder - zum Teil sehr fachkundige - Diskussionsbeiträge.

Hier geht es zum Youtube-Link der Aufzeichnung.

Über Spenden zur Finanzierung unserer Arbeit würden wir uns freuen.

Europäische Juwelen - Bücher über besondere Lebensräume

Die Bücher der Reihe „Europäische Juwelen“ beschreiben mit vielen tollen Fotos und interessanten Texten besondere und wertvolle Lebensräume der Schwäbischen Alb. Herausgegeben werden sie vom Bund Naturschutz Alb-Neckar e.V. (BNAN). Die Bücher kosten jeweils 15 €.

Europäische Juwelen - Felsen der Schwäbischen Alb

Felsen der Schwäbischen Alb

Der Band „Felsen der Schwäbischen Alb“ von Günter Künkele und Friedrich Schilling behandelt den Biotoptyp Felsen. Das besondere an Felsen ist, dass sie sich noch in einem sehr ursprünglichen Zustand befinden und wenig durch menschlichen Einfluss verändert wurden. Dadurch sind Felsen – so auch die der Schwäbischen Alb - wichtig als Rückzugsorte für viele Tier- und Pflanzenarten. Außerdem leben dort einige Arten schon seit der Eiszeit in Populationen, die von anderen Verbreitungsgebieten isoliert sind.

Europäische Juwelen - Auf dem Truppenübungsplatz Münsingen

Truppenübungsplatz Münsingen

Im Band „Truppenübungsplatz Münsingen“ von Günter Künkele und Lydia Nittel wird die Landschaft, welche auf dem (seit 2005 ehemaligen) Übungsgelände entstanden ist, mit ihrer großen Arten- und Biotopvielfalt vorgestellt. Weil dieser Bereich seit 1938 unbewohnt ist, gibt es abgesehen von den militärischen Einrichtungen kaum Einflüsse der modernen Zivilisation, sodass diese sehr vielfältigen Lebensräume bestehen bleiben konnten.

Europäische Juwelen - Hutelandtschaft Münsinger Hardt

Hutelandtschaft Münsinger Hardt

Der Band „Hutelandschaft Münsinger Hardt“ von Günter Künkele beschäftigt sich ebenso mit dem Münsinger Hardt auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz. Der Fokus liegt besonders auf dem archaischen Aussehen der Landschaft, was geprägt ist durch die Geologie und die historischen Nutzungen. Aber es geht ebenso um das Klima, die Natur und auch die Kultur des Münsinger Hardts.

Wir suchen Material für Wildbienen-Nisthilfen

Für unser Projekt "Wildbienenretter" suchen wir laufend Material zum Bauen von Wildbienennisthilfen.

Abgelagertes Hartholz (Obst, Buche, Esche, Ahorn, Eiche)

Strangfalzziegel

Bambusstengel

Wer uns solches Material zur Verfügung stellen kann, meldet sich bitte im BUND-Umweltzentrum Ulm unter 0731-66695 oder bund.ulm@bund.net. Dankeschön!

Biberad: kostenloser Lastenrad-Verleih in Biberach

Der BUND AK Freie Lastenräder im BUND Biberach bietet sein erstes Lastenrad „Biberad“ zum kostenlosen Verleih an. Beim Biberacher Unverpacktladen „Füllstation“ in der Pfluggasse 3/1 kann das Lastenrad nach Voranmeldung bis zu 3 Tage ausgeliehen und für die umwelt- und klimafreundliche Einkaufstour oder für einen Wochenendausflug genutzt werden.
Weitere Infos zum AK Freie Lastenräder: https://www.bund-bc.de/freie-lastenraeder-1/
Buchung des Biberads: direkt in der „Füllstation“, telefonisch über 07351-12204 oder online über https://www.biberad.de

 

Linsenjagd in Schwörzkirch

Wie werden Alblinsen angebaut und wie ist es eigentlich, ein Bio-Bauer zu sein?

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Land und Wirtschaft" haben unsere FÖJ-lerinnen Marie Müller und Clara Flender zusammen mit Lilieth Wilkens von der lokalen agenda ulm 21 eine virtuelle Schnitzeljagd zum Thema Alblinsen und Bio-Landwirtschaft erstellt. Die Schnitzeljagd in Schwörzkirch kann mit der App Actionbound gespielt werden. Darüber hat sogar Regio TV berichtet. Den Beitrag sehen Sie hier: https://www.regio-tv.de/mediathek/video/auf-jagd-mit-der-alblinse-linda/

 

Film über unsere BUND-Projekte!

Im Herbst 2020 wurde im Auftrag des BUND-Landesverbandes BaWü ein toller Film über uns gedreht. In diesem Kurzfilm werden einige der wichtigsten Projekte in unserer Region vorgestellt. Neugierig? Film anschauen

Bündnis für Artenvielfalt für Ulm, den Alb-Donau Kreis und den Kreis Biberach

Im Bündnis für Artenvielfalt engagieren sich viele Naturschutzverbände aus der Region Ulm/Donau-Iller und Biberach:
BUND, NABU, Naturfreunde, Bezirks-Imkerverein Ulm, Schwäbischer Albverein, Gemeinsam Gärtnern und das regionale Bündnisses für eine agrogentechnikfreie Region. Das Bündnis wird von der LNV-Stiftung unterstützt.

Als Naturschutzverbände wollen und können wir nicht weiterzusehen, wie die biologische Vielfalt im Bereich der Insekten und Vögel, aber auch anderer Kleinlebewesen auch in unserer Region gefährdet ist!  Deshalb arbeiten wir eng zusammen!

Daher haben wir einen gemeinsamen Aktionsplan aufgestellt - gegen das Insektensterben und den Rückgang der Vögel in Ulm und im Alb-Donau-Kreis.

Der Rückgang der Vögel und der Insekten um fast 80 % innerhalb von zwei bis drei Jahrzehnten ist dramatisch und erfordert dringend Gegenmaßnahmen.  Es reicht nicht aus, nach Brüssel oder Berlin zu starren und zu hoffen, dass dort die richtigen Beschlüsse gefasst werden.

Die Ursachen des Artensterbens sind vielfältig und noch nicht in allen Details erforscht, aber dennoch müssen auch in unserem Umfeld konkrete Maßnahmen angestoßen werden, denn „wir können mit dem Handeln nicht warten, bis jeder Irrtum ausgeschlossen ist“(afrikanisches Sprichwort).

Die Naturschutzverbände haben vor allem im Blick, dass alle öffentlichen Flächen umweltverträglich bewirtschaftet werden. Auch bei Privatgärten ist wieder mehr Sensibilität für Umweltaspekte anzustreben.

Informationen zum Herunterladen:
Aktionsplan zum Insektensterben
Flyer: Bio ist besser
Flyer: Blühende Gärten
Flyer: Handlungsempfehlungen Bündnis Artenvielfalt


 

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Neuer Flyer BUND-Kreisverband Ulm

UlmGrün: Stadtnatur in Ulm

Auf Anregung des langjährigen Ulmer BUND-Vorsitzenden Dieter Fortmann ist ein wunderschöner, hochwertig aufgemachter und reich bebilderter Fotoband entstanden der sich ganz den grünen Inseln in Ulm widmet. Es bietet viele Anregungen für den nächsten Spaziergang.

Inzwischen ist der schöne Fotoband fast vergriffen. Im BUND-Umweltzentrum sind Restexemplare erhältlich. 

UlmGrün: 3,00 €

Gemeinsam für die Natur!

Der BUND-Regionalverband Donau-Iller erstreckt sich über die Kreise Alb-Donau, Biberach und Ulm. Viele BUND-Gruppen und Aktive engagieren sich hier in vielfältiger Weise. Schmökern Sie in unserem neuen Flyer - erfahren Sie, wie wir uns für die Natur einsetzen. Wir freuen uns über Ihr Interesse!
Flyer zum Herunterladen
 

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