Durch die weitere Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der hier beschriebenen Verwendung von Cookies durch den BUND einverstanden. An dieser Stelle können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen bzw. eine erteilte Einwilligung widerrufen. Der Einsatz von Cookies erfolgt, um Ihre Nutzung unserer Webseiten zu analysieren und unser Angebot zu personalisieren.

BUND-Regionalverband
Donau-Iller

Energiethemen in der Region Donau-Iller

Die Energiepolitik ist inzwischen eines der zentralen Themen in Deutschland. Eine zukunftsfähige Energieversorgung kann heutzutage nur mit Erneuerbaren Energien erfolgen. Leider setzt die Bundesregierung immer noch auf den extrem klimaschädlichen Kohlestrom und die Atomkraftwerke werden erst bis 2023 abgeschaltet werden. Allgemeine Hintergrundinformationen des BUND zum Thema Energie finden Sie hier.

Informieren Sie sich hier über wichtige energiepolitischen Themen in der Region Donau-Iller:


BUND-Regionalstrom

Photovoltaikanlage auf dem CCU in Ulm Photovoltaikanlage auf dem CCU in Ulm

Kennen Sie schon unseren BUND-Regionalstrom? Nur Erneuerbare Energien werden genutzt und 1 Cent pro Kilowattstunde geht an regionale Kraftwerke und Stromsparprojekte. Hier gibt es mehr Informationen zum BUND-Regionalstrom

Auf Initiative des BUND-Kreisverband Ulm wurde auf dem Congresscentrum in Ulm (CCU) eine große Photovoltaikanlage installiert.

 

 

Entdecken Sie Ihre Stromfresser!

Entdecken Sie die "Stromfresser" in Ihrem Haushalt, senken Sie so Ihre Stromkosten und helfen Sie ganz nebenbei auch noch unserer Umwelt. Mit unseren Strommessgeräten ist dies nach der kinderleichten Installation kein Problem!
Die Geräte können kostenlos (gegen Spende) und 20 € Kaution ausgeliehen werden.
Bei Interesse nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf. 

Atomkraftwerk Gundremmingen

AKW Gundremmingen AKW Gundremmingen  (S.Wiedmann/BUND Donau-Iller)

Deutschlands größtes Atomkraftwerk steht unmittelbar vor unserer Haustür: In Gundremmingen läuft der letzte deutsche Druckwasserreaktoren – derselbe Reaktortyp wie im japanischen Fukushima. Zudem werden hier laufend abgebrannte Brennelemente in einem Zwischenlager eingelagert.

Viele detaillierte Informationen über das AKW Gundremmingen, das leider als eines der letzten in Deutschland erst Ende des Jahres 2021 abgeschaltet werden soll, finden Sie hier.

Die Nutzung der Atomenergie ist eine Gefahr für Mensch und Umwelt. Umweltbelastend, krank machend und sogar tödlich sind die Folgen des Uranabbaus, der Urananreicherung und die Herstellung der Brennelemente. Im so genannten Normalbetrieb gibt das Atomkraftwerk Gundremmingen krebserzeugende Radioaktivität an die Umwelt ab. Ein jederzeit möglicher schwerer Unfall oder Terroranschlag kann das Leben und die Gesundheit von hunderttausenden Menschen in Gefahr bringen und große Gebiete dauerhaft unbewohnbar machen. Atomkraftwerke und Atomwaffen sind "siamesische Zwillinge" und die „zivile“ Nutzung der Atomenergie führt zur weltweiten Weiterverbreitung von Atomkraftwaffen. Noch problematischer und unsicherer als das Kernkraftwerk Gundremmingen sind die Wiederaufarbeitungsanlagen. Die Macht und der Einfluss der Atomkonzerne EnBW, RWE, E.ON, Vattenfall und Siemens auf die Politik sind undemokratisch. Mit einer vorgeschobenen Klimapropaganda versuchen sie von ihrer Mitverantwortung für den Klimawandel abzulenken. Der heute im AKW Gundremmingen produzierte Atommüll muss eine Million Jahre sicher gelagert werden und gefährdet das Leben zukünftiger Generationen auf dieser Erde.

Weitere Informationen zum Atomkraftwerk Gundremmingen erhalten sie beim Verein Forum. Allgemeine Hintergrundinformationen zum Thema Atomkraft finden Sie hier.

 

 

Windkraft

Windrad auf der Schwäbischen Alb

Ohne einen deutlichen Ausbau der Nutzung der Windenergie sind die Klimaschutzziele von EU, Deutschland und den hier betroffenen Bundesländern nicht erreichbar. Seit der Energiewende 2011 wird auch in unserer Region der Windenergie mehr Raum gegeben.

Aktuelle Informationen erhalten Sie beim „politischen“ Regionalverband Donau-Iller. Dieser ist Träger der grenzüberschreitenden Regionalplanung in den Kreisen Alb-Donau, Ulm, Biberach, Neu-Ulm, Günzburg, Memmingen und Unterallgäu. Damit in diesem Gebiet der Bau von Windkrafträdern ausgeweitet werden kann, muss der bisherige Regionalplan zum Thema Windenergie fortgeschrieben werden. Der BUND begleitet alle Regionalplan-Änderungsverfahren.  

Der Anteil der Erneuerbaren Energien am Stromverbrauch liegt in Baden-Württemberg aktuell bei etwa 24 Prozent. Dabei ist und wird die Windenergie eine tragende Säule in der Zukunft der Energieversorgung von Baden-Württemberg sein.

Doch jegliche Form der Energiegewinnung führt zu Eingriffen in die Natur. Der Ausbau der Windenergie muss daher naturverträglich stattfinden. Für die Akzeptanz bei der Windenergie ist der Artenschutz zentral. Sind Konflikte vorhanden, dann können sie teilweise über Planänderungen, Vermeidungs- und Ausgleichsmaßnahmen verringert oder sogar komplett gelöst werden.

Mehr Informationen zum Thema Windkraft erhalten sie hier.

Das Projekt Dialogforum "Erneuerbare Energien und Naturschutz" soll zum Thema Windkraft und Verteilnetze einen Kontakt zwischen den Naturschutzverbänden BUND und NABU, Behörden sowie Bürger*innen herstellen; insbesondere durch Informationsmaterialien und Schulungen. Mehr Informationen.
 

Fracking

Erdgas ist ein nicht erneuerbarer Energieträger, dessen Quellen in absehbarere Zeit versiegen werden. Deshalb rücken auch schwer zugängliche Gasvorkommen, beispielsweise im Schiefergestein, in den Blick internationaler Konzerne. Im Gegensatz zum konventionellen Fracking (das Erdgas entweicht bei Bohrungen dem Gestein von alleine), muss beim unkonventionellen Fracking zunächst das Gestein aufgebrochen werden, damit das darin eingeschlossene Gas ausströmen kann. Dabei werden Wasser, Sand und Chemikalien unter hohem Druck in tiefliegende Gesteinsschichten gepresst, um das Gas zu fördern. Die eingesetzten Chemikalien können zu einer Verunreinigung des Trinkwassers führen, die Bohrungen können Erdbeben auslösen und die Entsorgung des verunreinigten Abwassers stellt oftmals eine unüberwindbare Hürde dar.

Bei den einzelnen Bohrungen (Fracks) werden mit hohem Energieaufwand und einem Druck von über 1.000 bar bis zu 5.000 Kubikmeter Wasser und mehr als 200 verschiedene Chemikalien (unter anderem Salzsäure, Bor, Korrosionsschutzmittel, giftiges Blei, Quecksilber, radioaktive Stoffe und krebserregende Benzole) unter die Erde gepresst.

2017 trat ein Bundesgesetz in Kraft, nach dem unkonventionelles Fracking verboten ist, zu Forschungszwecken aber max. 4 Probebohrungen zulässig sind. 2021 soll dieses Gesetz nochmals überprüft werden. Konventionelles Fracking ist jedoch weiterhin erlaubt.
 
Wo in Deutschland soll Fracking stattfinden?
Neben Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Thüringen sollen auch im nördlichen Bodenseegebiet Probebohrungen stattfinden. Bisher weigern sich jedoch alle betroffenen Bundesländer die Probebohrungen zuzulassen.

Gefahren beim Fracking:
- Verunreinigung des Trinkwassers durch giftige Chemikalien
- Bohrungen können Erdbeben auslösen
- Fragliche Entsorgung der giftigen Abwässer und des kontaminierten Abraums
- Zwischenlagerung der giftige Abfälle in Oberflächenbecken, dadurch Gefahr, dass die Schadstoffe in die Umwelt gelangen.
- hoher Flächenverbrauch der Bohrplätze (ca. 1- 2 ha pro Bohrplatz)
- Lärmbelastung durch die Bohranlagen
- Erhöhtes Verkehrsaufkommen durch LKW‘s, zum Teil mit giftigen Chemikalien beladen.

Rechtliche Situation:
Die Erdgasförderung unterliegt dem Bundesberggesetz. Bei den Prüfverfahren sind die zuständigen Behörden vor Ort beteiligt, aber es ist keine Umweltverträglichkeitsprüfung notwendig. Deshalb werden weder die Öffentlichkeit, noch Umweltverbände oder Eigentümer miteinbezogen.

In Europa haben die meisten Regierungen, u. a. Frankreich und Bulgarien Fracking inzwischen verboten. Der BUND fordert von der Bundesregierung, es diesen Regierungen gleichzutun und ein generelles Frackingverbot auszusprechen.

 

 

Kontakt

BUND-Umweltzentrum Ulm


Pfauengasse 28 89073 Ulm E-Mail schreiben Tel.: 0731 66695 Fax: 0731 66696

BUND-Bestellkorb