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Eine Totholzhecke anlegen

12. November 2025 | Neue Wege Denken, Naturnahe Gärten

Herbstzeit ist Aufräumzeit im Garten. Ab dem 1. Oktober darf wieder den Bäumen, Sträuchern und Hecken zu Leibe gerückt werden, ohne befürchten zu müssen, Vögel und andere Gehölz bewohnende Tierarten zu stören.

Herbstzeit ist Aufräumzeit im Garten. Ab dem 1. Oktober darf wieder den Bäumen, Sträuchern und Hecken zu Leibe gerückt werden, ohne befürchten zu müssen, Vögel und andere Gehölz bewohnende Tierarten zu stören, Denn ein rechter Gärtner zeigt auch seinen Gehölzpflanzen gerne, wo es lang geht, wie sie zu wachsen haben und vor allem wo nicht!

Das Problem dabei sind die großen Mengen anfallenden Schnittgut. Zum Abtransport benötigt man einen Anhänger und die Warteschlange bei den Annahmestellen ist lang. 

Zum Glück gibt es eine wunderbare Lösung dafür: die Totholzhecke im eigenen Garten!

Eine Totholzhecke besteht aus mehreren gleich langen Pfosten, die in Abständen von 50 bis 70 Zentimetern und einer Breite von einem Meter in den Boden getrieben werden – und dem Gehölzschnitt, der zwischen diese Pfosten geschichtet wird. Klingt einfach? Ist es auch. Da der Gehölzschnitt mit der Zeit verrottet und zusammensackt, kann immer wieder neuer Gehölzschnitt nachgefüllt werden. Mit der Zeit begrünt die Totholzhecke sich aus anfliegenden Samen selbst. Wem das zu lange dauert oder wer bei der Pflanzenwahl mitreden will, kann zu ihren Füßen passende Stauden setzen. Wenn sie zu stark wuchert, kann sie wie jede andere Hecke zurückgeschnitten werden.

Im Inneren dieser lockeren Struktur finden eine Vielzahl an Tieren, von Insekten über Erdkröten und Blindschleichen bis zu Igeln einen geschützten Lebensraum. Die Länge der Totholzhecke hängt vom anfallenden Material und dem zur Verfügung stehenden Platz ab. Um einen ökologischen Wert zu haben, sollte sie jedoch mindestens drei Meter Länge haben.

Wo sie im Garten ihren Platz findet - als Gartenelement, als Sichtschutz oder dahin, wo sich der Nachbar am meisten ärgert - ist Typ- und Temperamentfrage. Man sollte aber einen Platz wählen, wo sie lange stehen bleiben und sich entwickeln kann.

Vorteile der Totholzhecke sind:

- Sie kostet praktisch nichts, noch nicht mal viel Zeit für die Pflege.

- Sie ist weder schwierig zu errichten noch zu pflegen.

- Das Material für die Totholzhecke fällt bei jedem Hecken- und Baumschnitt von selbst an.

- Totholzhecken können sowohl als gestalterische Elemente im Naturgarten, als auch als Sichtschutz dienen. T

- Totholzhecken begrünen sich von selbst mit der Zeit.

- Totholzhecken bieten zahlreichen Tieren Verstecke, Unterschlupf, Nahrung und Überwinterungsplätze und erhöhen damit die Artenvielfalt im eigenen Garten.

- Totholzhecken sind eine einfache, aber wirkungsvolle Maßnahme für den Artenschutz.

 Eine genaue Anleitung zum Anlegen einer Totholzhecke findet sich hier zum Download.

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