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Rote Blumen mit Schmetterlingen Rote Blumen mit Schmetterlingen  (Klaus Rohwer)

In Deutschland gibt es rund 3 500 Schmetterlingsarten. 190 davon sind Tagfalter, von denen 80 % vom Aussterben bedroht sind.

Chemische Pflanzenschutzmittel, Monokulturen, Flächenversiegelung und der Klimawandel, all das hat die Schmetterlinge zum Rückzug getrieben. Sowohl in der Agrarlandschaft als auch in den Privatgärten finden die Schmetterlinge weder Nahrung noch Nist- und Überwinterungsplätze. Der Schwerpunkt liegt stattdessen auf Ertrag, Ästhetik und Einfachheit. Was viele nicht wissen: jede kleine Änderung bewirkt Großes.

 

Jede/r kann etwas für die kleinen Falter tun. Ob im Garten, auf dem Balkon oder vor der Haustür, mit kleinen und hübschen Veränderungen lässt sich viel bewirken. Wenn wir es schaffen, den rund 130 Tagfaltern in Baden-Württemberg ein dauerhaftes Überleben zu sichern, bewahren wir rund 10 000 weitere Insektenarten vor dem Aussterben.

 

8 Tipps für Schmetterlinge:

  1. Vielfalt sorgt für Vielfalt: Je mehr verschiedene Pflanzen auf Ihrem Grundstück wachsen und blühen, desto mehr Tieren geben Sie eine Überlebenschance
  2. Heimische und Wildpflanzen statt exotische Zierpflanzen: Viele Insekten sind auf bestimmte Pflanzen spezialisiert. Sie können mit den exotischen Einwanderern nichts anfangen. Besonders wählerisch sind Raupen, sie ernähren sich manchmal nur von einer einzigen Pflanzenart. 90 % der Blätter exotischer Pflanzen sind für Raupen ungenießbar.
  3. Blütenvielfalt übers Jahr verteilt: Schmetterlinge und andere Insekten, die überwintern, brauchen früh im Jahr Nahrung. Deshalb sind sie besonders dankbar für Frühblüher. Das gleiche gilt für spätblühende Pflanzen.
  4. Überwinterungs- und Ruheplätze: Zur Verpuppung und zum Überwintern sind Falter besonders dankbar über Hecken, Laub- und Reisighaufen, sowie Kletterpflanzen, wie zum Beispiel dem Efeu und dem Wilden Wein.
  5. Kein Gift: Pestizide und vor allem Insektizide schaden allen Insekten, auch den Schmetterlingen.
  6. Schutz für Nachtfalter: Oftmals vergisst man den deutlich größeren Teil der Schmetterlinge. Auch sie sollte man unterstützen. Zum einen durch ausgewählte Pflanzen und zum anderen durch eine Minimierung der Gartenbeleuchtung.
  7. Bio statt konventionell: Im biologischen Anbau werden deutlich weniger und nur ausgewählte Pestizide verwendet.  
  8. Schutz auch ohne Pflanzen: Wer sich nicht nur auf seine Pflanzen verlassen möchte, kann den Schmetterlingen auch durch reife Früchte, Zuckerwasser oder Fruchtsaft helfen.   

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