AK: Wilde Gärtner

Unser Arbeitskreis steht für:
Kulturpflanzenvielfalt│Urban Gardening
Selbstversorgung│Biologischer Gartenbau

Nicht nur die Gärtner treiben's wild, sondern auch die Natur schöpft gerne aus dem Vollen. Da kommt die Tomate plötzlich als Paprika daher, der Salbei trumpft mit Ananasaroma auf und die sonst dunkelvioletten Auberginen erblassen in reinem weiß. Sie glauben das nicht? Wir überzeugen Sie gerne vom Gegenteil! Am besten säen und pflanzen Sie diese Raritäten in Ihren Garten, denn viele unserer Kulturpflanzen sind mittlerweile ausgestorben oder vom Aussterben bedroht. Treiben Sie es bunt und erhalten Sie die Vielfalt! 

Haben Sie schon von Urban Gardening gehört? Ein Trend, der in Berlin bereits viele Brachflächen in blühende Wiesen und Genießergärten verwandelt hat. Gärtnern in der Stadt ist in, kreativ und innovativ. Ob nun ein Taschengarten, bepflanzt mit Kohlrabi und Salat oder die Schöpfkelle an der Dachrinne, in der aromatische Kresse wächst - fast überall lassen sich Gemüse und Kräuter ziehen. Mit etwas Einfallsreichtum entstehen die unglaublichsten "Miniaturgärten". 

Auch das Thema Selbstversorgung ist aktuell wie lange nicht mehr. Sie müssen sich nicht gleich vom Stromnetz abklemmen und eine Komposttoilette in den Garten stellen, aber eine frisch geerntete Karotte aus dem Garten, abgewischt am Hosenbein, schmeckt immer noch am besten. Oder diese wunderbare rote Bete, die direkt neben dem schönen großen Kohlrabi wächst... oder diese anfangs stacheligen, später glatten Freilandgurken, die wunderbar mit dem daneben stehenden Dill harmonieren... oder die zuckersüßen Erbsen, direkt vom Strauch genascht... oder knackige Radieschen, saftig und scharf zugleich. Oder ... probieren Sie es aus! 

Im biologischen Garten fühlen sich alle wohl - Menschen, Tiere und Pflanzen. Bringen Sie Ihren Garten in die Balance, machen Sie ihn fit für die Vielfalt. 

TERMINE

Herzliche Einladung zu allen aufgeführten Veranstaltungen.
Wenn nichts vermerkt ist, sind unsere Veranstaltungen kostenfrei.
Bei Rückfragen und für Anmeldungen erreichen Sie uns über die BUND-Rufnr. 07351-12204, 0178-9425659 oder über bund.biberach@bund.net.

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Dienstag, 10.07.18 | 19.00 Uhr | im DAV-Heim in Biberach
Gesprächskreis Neue Gentechnik:
Wird die Kennzeichnung "Ohne Gentechnik" demnächst sinnlos?


An den Anfang unseres Gespräches stellen wir Informationen über die FGU: Seit Mitte Mai ist die Fachstelle Gentechnik und Umwelt (FGU) in der Öffentlichkeit. Ziel ist die wissenschaftliche Unterstützung von Nichtregierungsorganisationen, die sich im Bereich der neuen Gentechnikverfahren engagieren: https://gen-ethisches-netzwerk.de/1805_fachstelle_gentechnik_umwelt

Die Themenauswahl steuert ein Beirat, dem die Organisationen Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), Bund Naturschutz (BN), Gen-ethisches Netzwerk (GeN), Interessengemeinschaft für gentechnikfreie

Zweites Thema: Werden Kennzeichnungen wie „Ohne Gentechnik“ demnächst sinnlos oder werden diese grundlegend geändert? Da wir besonders große Risiken bei der künftigen Qualität unserer Lebensmittel sehen, werden wir die z.Z. gültigen Richtlinien für die Kennzeichnung von "gentechnikfreien" und "Bio" Produkt diskutieren und versuchen, die Neuen Gentechnik-Methoden dort einzuordnen.

Ein weiteres Thema sind die im Internet käuflichen Crispr-Baukästen für "zuhause" und die Unvereinbarkeit solcher Experimente. Die fehlende Authorisierung in der deutschen Gesetzgebung wird wohl ebenfalls ein Thema. Jetzt werden solche Arbeiten bereits finanziell unterstützt (Sponsoring).
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Mitmach-Aktionen zur Reduzierung des Springkrauts
Ausrüstung: (langärmlige) Arbeitskleidung, Garten-Handschuhe,  evtl. Gummistiefel, evtl. Fahrrad (im Wolfental). Fällt nur bei Starkregen aus.

Mitmachen können alle, denen unsere heimische Pflanzen- und Tierwelt am Herzen liegt:
Singles, Familien, Vereine, Jugendgruppen, Radfahrer, Spaziergänger, Hundebesitzer …

Infos zur Aktion und zur Pflanze selbst: siehe unten unter Infos

Dienstag, 10.07.18 | 17.00 Uhr
Veranstalter: BUND-Ochsenhausen

Treffpunkt: 88416 Ochsenhausen-Hattenburg, an der Grüngut-Annahmestelle

Mittwoch, 11.07.18 | 9.00 bis ca. 11 Uhr
Veranstalter: BUND Kreisverband Biberach + Stadt Biberach Planungsamt
Treffpunkt: Wolfental , 88400 Biberach, Steigmühlstraße/Rotbachbrücke 

Donnerstag, 12.07.18 | 18.00 Uhr
Veranstalter: BUND Kreisverband Biberach + Stadt Biberach Planungsamt
Treffpunkt: Wolfental, 88400 Biberach, Steigmühlstraße/Rotbachbrücke
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Sonntag, 15.07.18 | 14.00 Uhr |
in der Staudengärtnerei Gaißmayer, Jungviehweide, Illertissen

"Pflanzen mit allen Sinnen erleben" mit Thea Zedelmeier
Eine Exkursion für große und kleine Menschen.


Wir laden Sie sehr herzlich zu unserer Pflanzenerlebnis-Exkursion in die Staudengärtnerei Gaißmayer ein. Die Allgäuer Wildkräuterführerin Thea Zedelmeier nimmt uns an diesem Nachmittag mit auf eine einzigartige Reise in die Welt der Pflanzen. Betörende Düfte, Geschmacksexplosionen oder haptische Erlebnisse werden unsere Reiseziele sein. Meist nehmen wir Pflanzen nur visuell wahr, dabei haben sie aber noch so viel mehr zu bieten. Wir werden uns durch die Staudengärtnerei knabbern, riechen und fühlen und dabei so einige Schätze aufspüren.

Im Anschluss an diese Führung haben wir noch die Möglichkeit, einen Streifzug durch das Museum und das Museumsgelände mit den Themengärten zu unternehmen. Bei Kaffee und Kuchen lassen wir den Nachmittag gemütlich ausklingen.

Maximale Teilnehmerzahl: 25 Personen
Anmeldung bitte bis spätestens Freitag, 13.07.2018
Kosten für die Führung: 4 Euro pro Person (ab 18 Jahre); für "Wilde Gärtner" übernimmt der BUND, AK Wilde Gärtner die Kosten.
Kein Verkauf in der Staudengärtnerei an diesem Tag.
Führung findet bei jeder Witterung statt.
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BUND Pflanzenbörsen 2018
für alle Hobbygärtner und -gärtnerinnen

Herbst-Pflanzenbörsen
22.09.2018, 9-13 Uhr in Biberach, Viehmarktplatz
29.09.2018, 9.30-12 Uhr in Riedlingen, vor der Stadthalle
13.10.2018, 9.30-11.30 Uhr in Schwendi, EDEKA-Parkplatz

Sie können Pflanzen verschenken, tauschen oder für kleines Geld verkaufen. Und natürlich auch alles andere rund um das Thema Garten: gebrauchte Gartengeräte, selbstgewonnenes Saatgut, Gartenzeitschriften, Gartenbücher und vieles mehr. Jede/r Hobbygärtner/In kann teilnehmen, es werden keine Standgebühren erhoben.

Aber nicht nur Pflanzen können getauscht werden. Genauso wichtig ist der Austausch von Wissen und Erfahrungen untereinander, denn Gartenliebhaber und Naturinteressierte haben oft ein großes Fachwissen. Der BUND möchte vor allem Neueinsteiger ermutigen Fragen zu stellen.

Der BUND setzt auf samenfeste Kulturpflanzen. Dies dient unmittelbar dem Erhalt alter Nutzpflanzen, die ein reiches genetisches Potential in sich bergen. Samenfeste Gemüsesorten können von jedem Hobbygärtner weiter vermehrt werden, ganz im Gegensatz zu F1-Hybriden, deren Saatgut sich in der Folgegeneration aufspaltet und das Gemüse anschließend nicht mehr die Eigenschaften hervorbringt wie zuvor. Das Saatgut von F1-Hybriden ist daher eher wertlos. Genauso wie das der CMS-Hybriden, bei denen aufgrund manipulativer Verfahren im Zellplasma kein keimfähiges Saatgut mehr entstehen kann.

Die Pflanzenbörsen werden vom BUND organisiert zum Erhalt der Artenvielfalt in unseren Gärten. Wir möchten damit den Austausch über den Gartenzaun wieder lebendig werden lassen und mehr Bewusstsein für Mensch und Umwelt schaffen. Das Miteinander soll wieder in den Vordergrund gestellt werden. Alle sind herzlich eingeladen mit Pflanzen, Gedanken, Erfahrungen oder Ideen die Börsen zu beleben.
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Samstag, 16.03.19 | 10-17 Uhr
in der Stadthalle, Bad Schussenried, Schulstr. 22

3. Oberschwäbisches Saatgut-Festival

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Infos


Infos zum „Drüsigen Springkraut“und warum wir es an ausgewählten, sensiblen Standorten reduzieren möchten.

Vorkommen
Das Drüsige Springkraut kommt ursprünglich aus dem asiatischen Raum und wurde, da sie wunderschön aussieht, bei uns als Zierpflanze und Bienenweide in den Gärten angepflanzt. Heute verbreitet es sich teilweise großflächig entlang von Gewässern, in Riedgebieten und Auen sowie im Wald. Durch den Samenvorrat im Boden keimen den ganzen Sommer über immer wieder neue Pflanzen aus, was zu gestaffelten Pflanzenbeständen führt. Sie können bis zu 2m hoch werden. Die Pflanze blüht von Juli bis in den Oktober und produziert bis zum ersten Frost immer wieder neue Samenkapseln. Die Samen werden bis zu 7m weit verstreut und sind bis zu 6 Jahre keimfähig. Ein dichter Bestand kann bis zu 30.000 Samen pro Quadratmeter bilden.

Gefahren
Die Art breitet sich dank dem Schleudermechanismus sehr stark aus. Die hohe Pflanzendichte führt zu einer Verarmung der einheimischen Pflanzenwelt. In Wäldern verhindert es die Verjüngung von Bäumen und Sträuchern. Entlang von Gewässern kann es die natürlich vorkommende Vegetation verdrängen, mit der Folge, dass nach dem Absterben der Stängel offene Stellen entstehen, die dann im Winter Erosionen begünstigen. Bei Imkern ist die Pflanze als Bienenweide sehr beliebt. Da sie aber auch mit reichlich süßem Nektar ausgestattet ist, tritt sie auch hier z.T. in Konkurrenz zu unseren einheimischen Arten.
Das Drüsige Springkraut ist auf der prioritären Liste der EPPO (European Plant Protection Organization) als besonders schädliche gebietsfremde Art aufgeführt.

Bekämpfung
Große Bestände können beim Auftreten der ersten Blüten durch Mähen (so tief wie möglich) dezimiert werden. Kleinere Bestände können sehr leicht durch Ausreißen von Hand bekämpft werden. Wichtig sind Nachkontrollen.

Entsorgung
Das entfernte Pflanzenmaterial muss richtig entsorgt werden. Die Pflanzen dürfen auf keinen Fall auf  dem eigenen Gartenkompost landen. Es kann in einer professionell geführten Kompostier- oder Vergärungsanlage entsorgt werden. Im Kreis Biberach ist hierfür der
Biomassehof Zell in Biberach-Rißegg, Rißegger Straße 160, 88400 Biberach am besten geeignet.

Die Pflanzen können aber auch in den jeweiligen Grüngut-Annahmestellen des Landkreises entsorgt werden. Dabei ist sehr darauf zu achten, dass keine Samen verloren gehen. Bringen Sie deshalb problematische Pflanzen (Springkraut, Jakobs-Kreuzkraut, …) entweder in gut verschlossenen Papiersäcken zu den Annahmestellen oder entsorgen kleine Mengen im eigenen Mülleimer.

Ersatzpflanzen
Die Auswahl an einheimischen Pflanzen ist sehr groß. Im Gegensatz zu Neophyten sind sie unproblematisch und bieten zusätzlich Lebensraum für unsere heimische Tierwelt. Eine Empfehlung an Gewässern: Blutweiderich oder gewöhnlicher Wasserdost. Für Bienen können Arten angepflanzt werden, die bis spät in den Herbst Blüten tragen. Überhaupt sollten alle Menschen für die Artenvielfalt viele Blühwiesen anlegen.  Dies wäre für alle Insekten empfehlenswert.

Quellen:
Amtsblatt der EU: VERORDNUNG (EU) Nr. 1143/2014 DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 22. Oktober 2014 über die Prävention und das Management der Einbringung und Ausbreitung invasiver gebietsfremder Arten. 

https://neobiota.bfn.de/
http://www.neophyt.ch/html/springkraut/springkraut.htm
https://www.infoflora.ch/de/assets/content/documents/neophyten/inva_impa_gla_d.pdf

http://www.eppo.int/INVASIVE_PLANTS/ias_lists.htm
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ARCHIV

17.11.17
Film: Die Saatgut-Retter
Besprechung: Saatgut-Festival

30.07.17
Besuch auf dem Hof von Lucie Hiemer

30.06.17
Gemütliches Beisammensein

19.05.17
Fledermäuse
Vortrag mit Rainer Gerster

06.05.17
Stand auf der Pflanzenbörse in Schwendi

21.04.17
Wie Solidarische Landwirtschaft funktioniert
Das Familienhuhn
Vortrag mit S. Grundner + S. Gerster

08.04.17
Infostand auf dem Saatgutmarkt in Illertissen

04.03.17
1. Oberschwäbisches Saatgut-Festival
in Bad Schussenried, Stadthalle
1100 Besucher, 30 Stände, 8 Vorträge u. 1 Film

21.01.17 
Saatgutgewinnung im eigenen Garten
Vortrag mit Bernd Egle

25.11.16
Effektive Mikroorganismen
Vortrag mit Bernd Locher

28.10.16
Trends und Entwicklungen bei Stauden
Vortrag mit Dieter Gaißmayer 

10.09.16
Stand bei der Pflanzenbörse in Biberach

30.07.16
Tag des offenen Gartens
Exkursion und Vortrag mit Klaus Lang

17.06.16
Wilde Gärten
Exkursion und Vortrag mit Michael Schick 

04.06.16
BUND Sommerausflug
zu Alb-Leisa, Lauter und dem malerischen Wolfstal
mit Woldemar Mammel

29.05.16
Kompostwirtschaft nach Alwin Seifert
Exkursion und Vortrag mit Bernd Egle

300 Sorten Iris und 120 Sorten Taglilien
Exkursion in den Garten von Helmut Wiedmann

13.05.16 
Saatgutvermehrung
Vortrag mit Klaus Lang

Genbänkle
Vortrag mit Woldemar Mammel

23.04.16
Stand auf der Pflanzenbörse in Biberach

09.04.16
Infostand auf dem Saatgutmarkt in Illertissen

01.04.16
Stammtisch

12.02.16
Stammtisch

15.01.16
Stammtisch

13.11.15
Stammtisch

Sommer 2015
Gründung des Arbeitskreises



BUND Kreisverband Biberach
AK: Wilde Gärtner
Andrea Heber
Gutenzeller Str. 20
88489 Wain
Tel: 07353-988669

Andrea.Heber
@bund.net

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Spenden bis 200 Euro erkennt das Finanzamt durch eine Kopie des Bankbelegs an.
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