AK: Wilde Gärtner

Unser Arbeitskreis steht für:
Kulturpflanzenvielfalt│Urban Gardening
Selbstversorgung│Biologischer Gartenbau

Nicht nur die Gärtner treiben's wild, sondern auch die Natur schöpft gerne aus dem Vollen. Da kommt die Tomate plötzlich als Paprika daher, der Salbei trumpft mit Ananasaroma auf und die sonst dunkelvioletten Auberginen erblassen in reinem weiß. Sie glauben das nicht? Wir überzeugen Sie gerne vom Gegenteil! Am besten säen und pflanzen Sie diese Raritäten in Ihren Garten, denn viele unserer Kulturpflanzen sind mittlerweile ausgestorben oder vom Aussterben bedroht. Treiben Sie es bunt und erhalten Sie die Vielfalt! 

Haben Sie schon von Urban Gardening gehört? Ein Trend, der in Berlin bereits viele Brachflächen in blühende Wiesen und Genießergärten verwandelt hat. Gärtnern in der Stadt ist in, kreativ und innovativ. Ob nun ein Taschengarten, bepflanzt mit Kohlrabi und Salat oder die Schöpfkelle an der Dachrinne, in der aromatische Kresse wächst - fast überall lassen sich Gemüse und Kräuter ziehen. Mit etwas Einfallsreichtum entstehen die unglaublichsten "Miniaturgärten". 

Auch das Thema Selbstversorgung ist aktuell wie lange nicht mehr. Sie müssen sich nicht gleich vom Stromnetz abklemmen und eine Komposttoilette in den Garten stellen, aber eine frisch geerntete Karotte aus dem Garten, abgewischt am Hosenbein, schmeckt immer noch am besten. Oder diese wunderbare rote Bete, die direkt neben dem schönen großen Kohlrabi wächst... oder diese anfangs stacheligen, später glatten Freilandgurken, die wunderbar mit dem daneben stehenden Dill harmonieren... oder die zuckersüßen Erbsen, direkt vom Strauch genascht... oder knackige Radieschen, saftig und scharf zugleich. Oder ... probieren Sie es aus! 

Im biologischen Garten fühlen sich alle wohl - Menschen, Tiere und Pflanzen. Bringen Sie Ihren Garten in die Balance, machen Sie ihn fit für die Vielfalt. 

Termine

Freitag, 21.04.2017,  um 20.00 Uhr
im TG-Heim, Adenauerallee 11, Biberach
Wir sind Bauer 
- Wie Solidarische Landwirtschaft funktioniert
- neues Projekt: Unser "Familienhuhn"

Stefan Grundner und Siegbert Gerster stellen das Prinzip der „Solidarischen Landwirtschaft“ (SoLawi) vor.

Bei einer solidarischen Landwirtschaft tragen mehrere private Verbraucher gemeinsam die Kosten eines landwirtschaftlichen Betriebs. Im Gegenzug erhalten sie dessen Ernteertrag. Von dem Konzept profitieren sowohl Landwirte als auch Verbraucher. Lebensmittel werden nicht mehr über einen globalen Markt vertrieben, sondern fließen in einen regionalen Wirtschaftskreislauf. Dadurch wird eine vielfältige und bäuerliche Landwirtschaft in unserer Region gefördert und erhalten, Verbraucher und Landwirte rücken wieder näher zusammen.

Beide Referenten, Stefan Grundner und Siegbert Gerster, haben bereits Erfahrungen mit diesem Konzept gesammelt und werden an dem Abend die Solidarische Landwirtschaft in Bad Waldsee vorstellen. Sie wurde im März 2014 als Verein gegründet. Mit Unterstützung der SoLawi-Mitglieder bauen Stefan Grundner und ein weiterer Gärtner Bio-Gemüse auf einem Acker in Bad Waldsee an. Das Gemüse wird an die Mitglieder verteilt, die für ein Jahr einen oder mehrere Anteile gekauft haben. Der Preis liegt bei 50 Euro monatlich für Gemüse für 1-2 Personen, Gemüse für 2-3 Personen kostet im Monat 85 Euro. Aktuell sind 42 Anteile vergeben.

Vor kurzem wurde von Siegbert Gerster das Sortiment der SoLawi Bad Waldsee um Hühner erweitert, genauer gesagt um „Familienhühner“. Das Prinzip ist ähnlich wie beim Gemüse: Anstatt einzelne Eier zu kaufen, übernimmt der Verbraucher die Patenschaft für ein Huhn, sein „Familienhuhn“. Dafür bekommt der Pate alle Erzeugnisse seines Huhnes, in erster Linie Eier. Hat die Henne das Ende ihres Lebens erreicht, bekommt der Pate sein Huhn als Suppenhuhn.

Bis es soweit ist, führt die Henne ein möglichst artgerechtes Leben: In einer Gruppe von 84 Hühnern, bewacht von zwei Hähnen, ist sie tagsüber auf einer 400 Quadratmeter großen Wiese unterwegs. Dort frisst sie Gras und Würmer. Zusätzlich bekommt sie eine Körnermischung. Die Nacht verbringt sie in einem mobilen Stall. Dieser wird alle 7 bis 14 Tage an einen anderen Standort gestellt.

Weitere Informationen:
BUND Wilde Gärtner: Tel. 07351-12204 |Andrea.Heber@bund.net | www.bund-biberach.de
Siegbert Gerster | Tel. 0751 / 35 50 38 1 | info@unser-familienhuhn.de

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BUND-Frühjahrs-Pflanzenbörsen

Riedlingen    Samstag, 22.04.17
                       von 9:30 - 12:00 Uhr vor der Stadthalle

Schwendi      Samstag, 06.05.17
                       von 9.30 - 11.30 Uhr auf dem EDEKA–Parkplatz

Hier können Sie Pflanzen verkaufen, tauschen oder verschenken. Und natürlich auch alles andere rund um das Thema Garten: gebrauchte Gartengeräte, selbstgewonnenes Saatgut, Gartenzeitschriften, Gartenbücher und vieles mehr. Jede/r Hobbygärtner/In kann teilnehmen, es werden keine Standgebühren erhoben.

Aber nicht nur Pflanzen können getauscht werden. Genauso wichtig ist der Austausch an Wissen und Erfahrungen untereinander. Denn Gartenliebhaber und Naturinteressierte haben oft ein großes Fachwissen. Der BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V.) möchte vor allem Neueinsteiger ermutigen Fragen zu stellen.

Ein weiterer Schwerpunkt der Pflanzenbörse sind samenfeste Kulturpflanzen. Vor allem alte Tomatensorten können erstanden werden. Dies dient unmittelbar dem Erhalt alter Nutzpflanzen, die ein reiches genetisches Potential in sich bergen. Samenfeste Gemüsesorten können von jedem Hobbygärtner weiter vermehrt werden, ganz im Gegensatz zu F1-Hybriden, deren Saatgut in der Folgegeneration aufspaltet und das Gemüse anschließend nicht mehr die Eigenschaften hervorbringt wie zuvor. Das Saatgut von F1-Hybriden ist daher eher wertlos. Genauso wie das der CMS-Hybriden, bei denen aufgrund manipulativer Verfahren im Zellplasma kein keimfähiges Saatgut mehr entsteht.

Die Pflanzenbörsen werden vom BUND organisiert zum Erhalt der Artenvielfalt in unseren Gärten. Sie sind nicht profitorientiert. Der BUND möchte damit den Austausch über den Gartenzaun wieder lebendig werden lassen und mehr Bewusstsein für Mensch und Umwelt schaffen. Das Miteinander soll wieder in den Vordergrund gestellt werden. Alle sind herzlich eingeladen mit Pflanzen, Gedanken, Erfahrungen oder Ideen die Börsen zu beleben.

Unter der BUND-Rufnr. 07351-12204 erhalten Sie weitere Infos oder können sich für die Pflanzenbörsen anmelden.  

 

 

Info

 

1. Oberschwäbisches Saatgut-Festival   

Unser 1. Oberschwäbisches Saatgut-Festival in Bad Schussenried am 04.03.17 war ein voller Erfolg. Mit 1100 Besuchern übertraf es alle unsere Erwartungen. Es war übrigens die erste größere Saatgutmesse in Baden-Württemberg. Herzlichen Dank an alle Helfer und für die vielen positiven Rückmeldungen der Besucher und der Aussteller. 

Es gibt eine Wiederholung im nächsten Jahr am 17.03.2018.


Preisträger beim Quiz

1. Platz - Nikolai O. aus Stuttgart 
Wildgehölz der Firma Baumschule Schlegel, Riedlingen

2. Platz - Marion Z. aus Bad Schussenried
1 Kräuterkiste der Firma Staudengärtnerei Gaißmayer, Illertissen

3. Platz - Lena R. aus Biberach
Tomatensaatgut von Michael Schick, Achstetten

4. Platz - Gerlinde S. aus Maselheim
Tomatensaatgut von Michael Schick, Achstetten

5. Platz - Petra F. aus Maselheim
Tomatensaatgut von Michael Schick, Achstetten

6. Platz - Vera T. aus Eningen
4 Saatgut-Päckchen von Klaus Lang, Wolfegg

7. Platz - Yvonne K. aus Biberach
4 Saatgut-Päckchen von Klaus Lang, Wolfegg

8. Platz - Katharina K. aus Waldbronn
4 Saatgut-Päckchen von Klaus Lang, Wolfegg

Flyer: 1. Oberschwäbisches Saatgut-Festival
Vortragsprogramm: Vorträge

Veranstalter: 
BUND Biberach, Arbeitskreis 'Wilde Gärtner' 

 

Archiv

08.04.17
Infostand auf dem Saatgutmarkt in Illertissen

04.03.17
1. Oberschwäbisches Saatgut-Festival
in Bad Schussenried, Stadthalle
1100 Besucher,30 Stände, 8 Vorträge u. 1 Film

21.01.17 
Saatgutgewinnung im eigenen Garten" 
Vortrag mit Bernd Egle

25.11.16
"Effektive Mikroorganismen"
Vortrag mit Bernd Locher

28.10.16
"Trends und Entwicklungen im Bereich der Stauden"
Vortrag mit Dieter Gaißmayer 

10.09.16
Pflanzenbörse in Biberach

30.07.16
Exkursion nach Wolfegg zu Klaus Lang "Tag des offenen Gartens"

17.06.16
Exkursion nach Achstetten-Bronnen zu Michael Schick
Rund um das Thema "wilde Gärten". Ein Rundgang durch seinen Garten.

04.06.16
BUND Sommerausflug
zu Alb-Leisa, Lauter und dem malerischen Wolfstal
mit Woldemar Mammel

29.05.16
Exkursion in den Garten von Bernd Egle
Vorführung der "Kompostwirtschaft nach Alwin Seifert"

Exkursion in den Garten von Helmut Wiedmann
300 Sorten Iris und 120 Sorten Taglilien

13.05.16 
Vortrag mit Klaus Lang über seinen Vermehrungsgarten
Vortrag mit Woldemar Mammel über's "Genbänkle"

23.04.16
Pflanzenbörse Biberach

09.04.16
Infostand auf dem Saatgutmarkt in Illertissen

01.04.16
Stammtisch

12.02.16
Stammtisch

15.01.16
Stammtisch

13.11.15
Stammtisch

Sommer 2015
Gründung des Arbeitskreises



BUND Kreisverband Biberach
AK: Wilde Gärtner
Andrea Heber
Kirchstr. 21
88489 Wain
Tel: 07353-988669

Andrea.Heber
@bund.net

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