Wie kann ich Schmetterlingen helfen?

Jeder kann etwas für die Schmetterlinge tun, egal ob auf dem eigenen Balkon, im Garten oder durch die Teilnahme an unserer jährlichen Schmetterlingsaktion "Abenteuer Faltertage".

Locken Sie Schmetterlinge auf Ihren Balkon oder in den Garten!

Zitronenfalter auf Flieder
Zitronenfalter auf Flieder

Wer hätte nicht gerne Besuch von Schmetterlingen im eigenen Garten?

Wenn Sie einige einfache Grundregeln beachten, kann auch Ihr Garten zum Schmetterlingsparadies werden. Viele Pflanzen sind auf Schmetterlinge als Bestäuber angewiesen und bieten den Nektar als „Gegenleistung“ für den Pollentransport. Dieses über Jahrmillionen gewachsene Zusammenspiel wird heute oft gestört, zum Beispiel durch Zierpflanzen, die keinen Nektar geben.

Einen einfachen Einstieg in einen schmetterlingsfreundlichen Garten bietet ein Wildblumenbeet – oder gleich eine Wildblumenwiese. Wildblumen gedeihen am besten auf nährstoffarmen (mageren) Böden. Saatmischungen und Stauden sind im Fachhandel erhältlich. Eine Übersicht finden Sie unter www.naturgarten-fachbetriebe.de.  

Das Faltblatt "Tipps für Gartenliebhaber auf dem Weg zum Schmetterlingsfreund" können Sie hier als pdf-Datei herunterladen. 


Tipps:

Schmetterlinge auf Sommerflieder (Buddleja.spec.), einer der wenigen exotischen Ziergehölze, die Schmetterlingen eine reiche Nektarquelle sind.
Schmetterlinge auf Sommerflieder (Buddleja.spec.), einer der wenigen exotischen Ziergehölze, die Schmetterlingen eine reiche Nektarquelle sind.

1. Mähen Sie den Rasen nicht öfter als sechsmal im Jahr und nur mit größerem Bodenabstand.

2. Wer in seinem Garten nicht nur auf zufällig durchfliegende Falter warten möchte, muss auch darauf achten, dass die Raupen satt werden, und ein paar angefressene Blätter in Kauf nehmen. Schmetterlinge bleiben nur dort länger, wo sie die richtigen Fraßpflanzen für ihren Nachwuchs finden.

3. Vielfalt schaffen: Je naturnäher vielfältiger, desto attraktiver. Denn viele Schmetterlingsarten sind in ihren verschiedenen Lebensstadien auf unterschiedliche Pflanzen und Standorte angewiesen.

4. Verzichten Sie auch auf synthetische Schädlingsbekämpfungsmittel! Sie wirken direkt gegen Raupen und oft auch gegen ausgewachsene Falter. Auch synthetische Dünger und Torfprodukte können für Schmetterlinge und Raupen giftige Stoffe enthalten.

5. Lassen Sie Ihre Küchenkräuter blühen. Die nektarreichen Blüten duften wunderbar und sind gute Futterspender für Schmetterlinge.

6. Vorsicht bei exotischen Zierpflanzen. Ihre Blätter sind für die einheimischen Raupen wertlos, manchmal sogar giftig. Die ausgewachsenen Falter sind nicht ganz so wählerisch und geben sich unter Umständen auch mit blütenreichen Zierpflanzen zufrieden. Die Blüten dürfen allerdings nicht gefüllt sein, denn gefüllte Blüten enthalten keinen Nektar.

Schmetterlingspflanzen

Hier haben wir Ihnen eine Liste von Pflanzen zusammengestellt, die Schmetterlinge und Raupen besonders bevorzugen:

Nektarpflanzen für Falter

  • Bartblume (Caryopteris)
  • Blaukissen (Aubrietia)
  • Disteln – zahlreiche Arten und Gartenformen, auch Kugeldistel (Echinops) und Edeldistel (Eryngium)
  • Fetthenne (Sedum telephium)
  • Herbstaster (Aster novae-angliae)
  • Judastaler (Lunaria)
  • Lavendel (Lavandula)
  • Phlox
  • Prachtscharte (Liatris)
  • Sommerflieder (Buddleja)
  • Steinkraut (Alyssum)
  • Thymian (Thymus)

Fraßpflanzen für Raupen

  • Ampfer (Rumex): Dukatenfalter, Feuerfalter
  • Brennnessel (Urtica): Tagpfauenauge, Distelfalter, Kleiner Fuchs, Admiral, Landkärtchen
  • Brombeere (Rubus): Kaisermantel, Brombeerzipfelfalter, Perlmutterfalter
  • Disteln (Carduus, Cirsium u.a.): Distelfalter, Admiral
  • Doldenblütler (Umbelliferae) – z.B. Fenchel, Dill, Wilde Möhre, Möhre: Schwalbenschwanz
  • Faulbaum (Rhamnus): Zitronenfalter
  • Fetthenne (Sedum telephium): Apollo
  • Flockenblumen (Centaurea): Scheckenfalter
  • Geißblatt (Lonicera): Kleiner Eisvogel
  • Ginster (Genista): Bläulinge, Brombeerzipfelfalter
  • Gräser - z.B. Knäuelgras, Lolch, Pfeifengras, Rispengras, Schmiele, Schwingel, Trespe: verschiedene Augenfalter und Dickkopffalter
  • Habichtskraut (Hieracium): Scheckenfalter
  • Himbeere (Rubus): Kaisermantel, Perlmuttfalter, Brombeerzipfelfalter
  • Hopfen (Humulus): Tagpfauenauge
  • Kreuzblütler (Cruciferae) - z.B. Ackersenf, Kohl, Kresse, Raps, Rüben, Judastaler: Weißlinge, Resedafalter, Aurorafalter
  • Kronwicke (Coronilla): Heufalter, Bläulinge
  • Lauchkraut (Alliaria): Weißlinge
  • Natterkopf (Echium): Distelfalter
  • Phlox: Aurorafalter
  • Platterbse (Lathyrus): Bläulinge
  • Schmetterlingsblütler (Leguminosae) - z.B. Goldregen, Klee, Luzerne, Platterbse, Wicke: Senfweißling, Bläulinge, Postillon
  • Thymian (Thymus): Bläulinge
  • Veilchen (Viola): Kaisermantel, Perlmuttfalter
  • Wegerich (Plantago): Scheckenfalter, Kleiner Maivogel, Feuerfalter
  • Weg-Rauke (Sisymbrium): Weißlinge, Aurorafalter
  • Weide (Salix): Schillerfalter, Trauermantel, Großer Fuchs
  • Weißdorn (Crataegus): Segelfalter, Baumweißling
  • Wicke (Vicia): Heufalter, Senfweißling
  • Roter Wiesenklee (Trifolium pratense): Waldbläuling
  • Zitterpappel (Populus tremula): Großer Eisvogel
Schmetterlinge in der Wiese


Broschüre "Schmetterlingsland Baden-Württemberg"

BUND-Umweltzentrum Ulm

Pfauengasse 28

89073 Ulm

Fon: 0731 66695

Fax: 0731 66696

bund.ulm@bund.net

Öffnungszeiten:

Mo-Fr, täglich 9.00 - 13.00 Uhr

Tagpfauenauge
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