Der Biber in der Region Donau-Iller

Nach über 150 Jahren ist der Biber zurück im Südwesten: Es wird genagt, gefällt und aufgestaut - eine Renaturierung unserer Fließgewässer ganz umsonst! Doch nicht alle Anlieger sind darüber erfreut, vor allem wenn die Äcker bis nahe an den Bach umgepflügt wurden und jetzt unter Wasser stehen oder unterhöhlt sind.

In der Region Donau-Iller sind inzwischen viele Zuflüsse der Donau von Bibern besiedelt. In den Landkreisen Alb-Donau, Biberach und im Stadtkreis Ulm leben ca. 400 Biber (Stand 6/2010). Sie sind alles Nachfahren von Tieren, die vor ca. 40 Jahren in Bayern ausgesetzt worden sind und sich inzwischen entlang der Flüsse bis in unsere Region ausgebreitet haben.

Viele Naturfreunde freut die Rückkehr des Bibers, aber immer öfters gibt es auch Konflikte durch sein landschaftsgestaltende Tätigkeit. Dabei ist er nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie streng geschützt und darf weder gejagt noch vertrieben werden. Wo dieses Nagetier vor Jahrhunderten bei seinen landschaftsverändernden Aktivitäten noch freie Hand hatte, wird heute jeder Quadratmeter vom Menschen (meist) intensiv genutzt - und die Konflikte sind vorprogrammiert.

Damit in Konfliktsituationen Lösungen gefunden werden, gibt es seit einigen Jahren Biberberater, die sich um die verschiedenen Fälle kümmern und fast immer wird eine für beide Seiten zufriedenstellende Lösung gefunden.

Möchten Sie mehr über die Lebensweise, den Lebensraum und alles rund um den Biber wissen?
Auf der Website des BUND-Landesverbands BW finden Sie mehr Informationen zu diesem Thema. Im Jahr 2011 hat der BUND-Landesvorstand ein Positionspapier verabschiedet, in dem die wichtigsten Forderungen und Vorschläge des BUND für den Umgang mit dem Biber und die Förderung von Gewässerrandstreifen enthalten sind.

Bei unseren Nachbarn in Bayern leben über 15.000 Biber. Auf der Internetseite des BUND Naturschutz in Bayern finden Sie ebenfalls viele Informationen über dieses Nagetier.



Suche