Windkraft in der Region Donau-Iller

Ohne einen deutlichen Ausbau der Nutzung der Windenergie sind die Klimaschutzziele von EU, Deutschland und den hier betroffenen Bundesländern nicht erreichbar. Aufgrund der nun beschlossenen Energiewende soll auch in unserer Region der Windenergie mehr Raum gegeben werden. Der BUND begleitet das aktuelle Regionalplan-Änderungsverfahren. Aktuelle Informationen erhalten Sie beim Regionalverband Donau-Iller und in unserer Geschäftsstelle.

Windräder auf der Schwäbischen Alb
Windräder auf der Schwäbischen Alb

Der BUND in Baden-Württemberg begrüßt die Absicht der Landesregierung, über eine Änderung der gesetzlichen Vorgaben im Landesplanungsgesetz die Windenergie in Baden-Württemberg beschleunigt auszubauen. Die Gebiete, in denen neue Windkrafträder gebaut werden dürfen, haben bisher die "politischen" Regionalverbände festgelegt.

Der Regionalverband Donau-Iller ist Träger der grenzüberschreitenden Regionalplanung in den Kreisen Alb-Donau, Ulm, Biberach, Neu-Ulm, Günzburg, Memmingen und Unterallgäu. Damit in diesem Gebiet der Bau von Windkrafträdern ausgeweitet werden kann, muss der bisherige Regionalplan zum Thema Windenergie fortgeschrieben werden.

Die BUND-Posotion zur aktuellen Fortschreibung des Regionalplans Windenergie können Sie sich hier als pdf-Datei herunterladen. In dieser Stellungnahme kritisiert der BUND unter anderem die eingeschränkte Zahl von Vorranggebieten, in denen neue Windkrafträder errichtet werden dürfen. Deshalb fordert der BUND eine Überprüfung der Berechnungen des Windatlasses, insbesondere für den in der Region liegenden Bereich der Schwäbischen Alb.



BUND-Stellungnahme zur 5. Teilfortschreibung des Regionalplans der Region Donau-Iller „Nutzung der Windkraft“:

Das vorgegebene Ziel, bis 2020 10 % der Stromerzeugung aus Windenergie zu decken, stellt nur einen kleinen Schritt zu einer mittel- bis langfristig anzustrebenden rechnerischen Vollversorgung der Region aus erneuerbaren Energiequellen dar. Neben verstärkten Anstrengungen zum Einsparen und zur effizienteren Nutzung von Energie muss daher langfristiges Ziel sein, den in der Region aus Windenergie erzeugten Stromanteil deutlich zu erhöhen.

Leider wird der vorliegende Entwurf nicht in ausreichendem Maße dazu beitragen, das o. g. erweiterte Ziel zu erreichen. Aufgrund einiger fehlerhafter Annahmen werden unnötig viele Flächen von einer möglichen wind-energetischen Nutzung ausgeschlossen:
Die Konsequenz dieses Vorgehens ist, dass über die zahlreichen und teilweise nicht änderbaren Restriktionen hinaus eine weitere erhebliche Einschränkung von Flächen erfolgt, welche poten­ti­ell für eine wind-energetische Nutzung geeignet sind.

Fazit
Der vorliegende Entwurf ist aus den genannten Gründen unseres Erachtens leider nur bedingt dazu geeignet, eine fachlich fundierte Auswahl ausreichend großer Flächen für eine Nutzung durch die Windenergie herauszufinden. Wir haben aufgrund der genannten Mängel erhebliche Zweifel, ob mit der Teilfort­schreibung die durch den Regionalverband angestrebte Rechtssicherheit gegen­über potentiellen Inves­toren erreicht werden kann.

Die ausführliche Stellungnahme können Sie sich hier als pdf-Datei herunterladen.



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