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Biosphärengebiet Schwäbische Alb

Viele Jahre lang hat der BUND für ein Großschutzgebiet in Baden-Württemberg gekämpft. Eine einmalige Chance bot sich, als Ende 2005 auf dem Truppenübungsplatz Münsingen Panzer und Soldaten endgültig abzogen. Auf Drängen von Natur- und Umweltschützern ergriff das Land unter Ministerpräsident Oettinger die Chance und machte den Weg frei für das „Biosphärengebiet Schwäbische Alb“. Es ist das erste Großschutzgebiet in Baden-Württemberg und wurde 2009 als UNESCO-Biosphärenreservat  anerkannt. Geologische und  klimatische Bedingungen haben in Millionen von Jahren Landschaft und Natur im Biosphärengebiet in einzigartiger Weise geformt. Auch die an die besonderen Standortbedingungen angepasste Land- und Weidewirtschaft hatte großen Einfluss auf die Tier- und Pflanzenwelt.


Im Münsinger Hardt, dem ehemaligen Truppenübungsplatz, ist dies noch besonders gut nachvollziehbar. Dies ist das Herzstück des Gebietes: Während des gut 100 Jahre militärischen Übungsbetriebes blieb hinterm Stacheldraht eine einzigartige Kulturlandschaft mit einer hohen Artenvielfalt erhalten - zum Teil trotz, zum Teil gerade aufgrund der militärischen Nutzung. Die extensive Beweidung mit Schafen, aber auch die Befahrung mit Panzern und die durchgeführten Schießübungen bewahrten das besondere Gepräge der Landschaft.

 

2008 hat der BUND Landwirtschaftsminister Peter Hauk darauf hingewiesen, dass das einmalige Natura-2000-Gebiet gefährdet ist. Die einmalige historische Natur- und Kulturlandschaft muss nicht nur aus naturschutzrechtlichen Gründen erhalten bleiben. Das Gebiet hat auch eine früh- und militärgeschichtliche Bedeutung, der Landesdenkmalrat betrachtet den ganzen Platz als Denkmal.

 

 

 

Hier geht's zur Internetseite des Biosphärengebiets

Hier gibt es Informationen vom BUND Landesverband BW zum Biospärengebiet

 

 

Unsere ausführlichen Forderungen zum Natura-2000-Gebiet Truppenübungsplatz Münsingen finden Sie auf der Internetseite des Landesverbandes.



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