BUND-Gruppe Wain

Wir heißen Sie sehr herzlich willkommen!

Die Wainer BUND-Gruppe wurde 1984 von Herrn Schaaf mitgegründet und ist somit eine der am längsten bestehenden BUND-Gruppen im Landkreis Biberach. 

Unsere Schwerpunkte sind:

  • Nutzpflanzenvielfalt
  • Schonung der vorhandenen Ressourcen
  • Bewusster Umgang mit Lebensmitteln
  • Umweltbildung
  • Pflege des Biotops

Ihr wichtiges Umweltanliegen ist nicht dabei? Gerne dürfen Sie auf uns zukommen, wir freuen uns über Anregungen und Mitarbeit. 


INFOS

Ungetrübtes Badevergnügen in Seen und Flüssen

 

Nackte Füße vor Wasser, Foto: B. Eckholdt / pixelio.de

Erst informieren, dann schwimmen.

Algenblüten, Bakterien oder auch Gülle-Einträge aus der Landwirtschaft belasten immer wieder einzelne Seen. Zwar wird regelmäßig die Wasserqualität von deutschen Seen und Flüssen als gut bewertet. Aber nicht jede Badestelle wird bei den Testverfahren erfasst.

Bedenkenlos schwimmen kann man in glasklaren Seen. Grüne Algen, die sich bei hoher Sonnenstrahlung im Wasser schnell vermehren, sind nicht besonders einladend, aber in der Regel ungefährlich. Vorsichtig sollte man bei trübem und blau schimmerndem Wasser sein: Es könnte sich um Blaualgen handeln, die beim Verschlucken oder bei Hautkontakt schwere gesundheitliche Beeinträchtigungen auslösen. Vor allem Kinder sind gefährdet.

Ein faulig riechender See hat einen extrem niedrigen Sauerstoffgehalt. Pflanzen und Tiere sind abgestorben und bieten Bakterien eine ideale Lebensgrundlage.

In vielen deutschen Flüssen reicht die Wasserqualität zum Baden aus. Dies gilt auch für große Abschnitte der Elbe oder des Rheins – beide Flüsse waren lange Zeit durch Industrieeinträge schwer kontaminiert. Nicht zu empfehlen ist das Schwimmen beispielsweise in den Abschnitten der Werra, die durch den Kalibergbau versalzen sind.

Vorsicht ist besonders bei Niedrigwasser geboten, da dann die Wasserqualität der Flüsse erheblich sinken kann. Gefahr entsteht zudem durch gefährliche Strömungen, die man an der Wasseroberfläche oft kaum erkennt. Wichtig ist, vor allem nicht zu weit raus zu schwimmen, die eigenen Kräfte richtig einzuschätzen und Kinder immer im Blick zu haben – Vorsicht kann hier Leben retten.

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Infos

Ressourcen sparsam nutzen
Die mit dem weltweiten Konsum verbundene Ressourcennutzung liegt weit über dem, was die Natur dauerhaft bereitstellen kann. Öl, viele Metalle und andere Materialien, Böden, sauberes Wasser oder die Atmosphäre werden drastisch übernutzt. Die Weltbevölkerung verbraucht inzwischen innerhalb von acht Monaten eine Menge an Rohstoffen, die für ein ganzes Jahr ausreichen müsste. Der BUND wirbt deshalb für einen bewussten und sparsamen Umgang mit den natürlichen Ressourcen. Oft können auch ohne Komfortverzicht Rohstoffe und Materialien eingespart werden. Zugleich ergeben sich "Gewinne" an ganz anderer Stelle.

Ob nah oder fern: ökologisch fortbewegen
Beispielsweise spart eine ökologisch optimierte Reiseplanung Treibstoff und Zeit, verbessert die CO2-Bilanz der Reise und reduziert verkehrsbedingte Schadstoffe. Und öffentliche Verkehrsmittel, das Fahrrad und Fußwege verkürzen vor allem in verkehrsüberlasteten Städten die Fahrtzeiten. 

Oder die zunehmende Fleischproduktion, die zur Übernutzung von Böden und Gewässern beiträgt: Die Erzeugung eines Kilos Rindfleisch nimmt rund 50 Quadratmeter Boden in Anspruch. Ließe sich der Pro-Kopf-Fleischkonsum in der Europäischen Union halbieren, würden rund 45 Millionen Hektar Agrarfläche frei - eineinhalb Mal mehr als die Größe Deutschlands. Und eine Ernährung mit weniger Fleisch ist auch noch gesünder.

Qualität statt Quantität
Ein drittes Beispiel: Werden für ein scheinbar billiges, aber unter ökologisch und sozial fragwürdigen Verhältnissen produziertes T-Shirt mehr als 2.500 Liter Wasser verbraucht, ist qualitativ hochwertige Kleidung langlebiger und spart auf diese Weise Ressourcen. Einerseits werden so schlechte Arbeitsbedingungen in den Herstellerländern nicht unterstützt, zum anderen hält die Lieblingskleidung auch länger und es verringert sich der persönliche Aufwand zum Erwerb neuer Kleidungsstücke. Davon wiederum profitieren Familienleben oder Hobbys.

Der BUND plädiert dafür, wo immer es geht, sein persönliches Umwelt-Verhalten einer kritischen Gesamtbilanz zu unterziehen. Es lohnt sich – oft auf eine überraschende Weise.

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Weitere Tipps zur Verringerung des Ressourcenverbrauchs finden Sie in der BUND-Broschüre "Ressourcen schützen und respektvoll nutzen!" 


Abfall vermeiden  
- Trennen ist gut, vermeiden besser -

Jeder Deutsche produziert im Durchschnitt etwa eine halbe Tonne Müll pro Jahr. Davon ist ca. die Hälfte Restmüll, die andere Hälfte besteht aus getrennt erfassten Abfällen wie Papier-, Glas- oder Biomüll. Mülltrennen ist zwar gut für die Umwelt. Noch besser ist jedoch, Müll zu vermeiden. 

Wiederverwenden statt Neukaufen spart die Rohstoffe und die Energie ein, die bei der Produktion gebraucht werden. Umweltbelastungen bei der Herstellung werden vermieden. Deshalb ist es besser, defekte Geräte zu reparieren und alte zu verkaufen oder zu verschenken, wenn man sie nicht mehr braucht.

Beim Einkauf sollte darauf geachtet werden, dass die Produkte langlebig und umweltgerecht verpackt sind, z.B. in Mehrwegverpackungen. Und: Nicht mehr Lebensmittel kaufen, als gebraucht werden. So lässt sich auch der Biomüll reduzieren, der durchschnittlich einen Anteil von über 30 Prozent am Gesamtmüll hat. Auch die Kompostierung von Küchenabfällen entlastet die Biotonne und lässt gleichzeitig Naturdünger für Garten und Balkon entstehen. Die Papiertonne quillt nicht mehr über, wenn am Briefkasten steht, dass man keine Werbebroschüren erhalten will.  

Technische Geräte und Haushaltsgeräte wie Fernseher, Kühlschrank oder Radio, die wenig Energie benötigen und sich reparieren lassen, sind nicht nur ökologischer sondern auf die Dauer auch günstiger. Quelle: bund.net/oekotipps


Können Plastiktüten "bio" sein?
Auf Verpackungsfolien, Biomüllsäcken und Plastiktragetaschen wird immer häufiger das Wort "kompostierbar" aufgedruckt. Auch Plastikbestecke, Handygehäuse oder Folien für die Landwirtschaft werden als "biologisch abbaubar" gekennzeichnet. Wie aber steht es tatsächlich um die vermeintliche Kompostierbarkeit?  

Angemessene Sortiertechnik fehlt
Plastikmaterialien werden meist aus Erdöl oder zunehmend auch aus nachwachsenden Rohstoffen wie Stärke, Milchsäure und Zellulose hergestellt. Da es jedoch keine adäquate Sortiertechnik gibt, sind Biokunststoffe von anderen Plastikprodukten nicht zu unterscheiden. Deshalb wird Plastik aus Biotonnen zumeist aussortiert und der Müllverbrennung zugeführt. Das Label "kompostierbar" ist also lediglich ein Wunschbild. Da die Herstellung von Bioplastik sehr energieintensiv und mit hohen Treibhausgasemissionen verbunden ist, lässt sich im Vergleich zu konventionellen Kunststoffen auch keine bessere Ökobilanz nachweisen. Der Anbau von Pflanzen für Bioplastik steht außerdem in Konkurrenz zum Anbau von Nahrungsmitteln. Hinzu kommen Düngemittel, die die Gewässer belasten. 

Besser ganz auf Plastiktüten verzichten
Der BUND empfiehlt, generell auf Plastiktüten zu verzichten, egal ob aus Bioplastik oder aus herkömmlichen Kunststoffen. Die Kennzeichnung als "bio" oder "kompostierbar" erzeugt allenfalls ein gutes Gewissen beim Verbraucher. Langelebige Behältnisse wie Stoffbeutel, Netze oder auch Glasbehälter zum Einkauf von Lebensmitteln weisen erheblich bessere Umweltbilanzen auf. Quelle: bund.net/oekotipps

Unser Tipp: Plastiktüten, die Sie schon zuhause haben, können Sie auch wiederverwenden.


ToxFox
Der Kosmetik-Check  -  Als iPhone-App und Online-Check
Jedes dritte Kosmetikin deutschen Geschäften angebotene Pflege- und Kosmetikprodukt enthält hormonell wirksame Chemikalien! Das ergab eine BUND-Studie, in der über 60.000 Produkte ausgewertet wurden. Die Körperpflegemittel enthielten 15 verschiedene Chemikalien, die wie Hormone wirken. Und das nicht nur in Sonnencremes – die Palette belasteter Produkte reicht von Duschgel und Lippenstift bis zur Zahnpasta.Um VerbraucherInnen die Wahl von Produkten ohne hormonell wirksame Chemikalien zu erleichtern, hat der BUND den ToxFox entwickelt. Mit der kostenlosen ToxFox-App oder einem Online-Check lässt sich sekundenschnell mit nur wenigen Klicks erkennen, ob ein Kosmetikprodukt diese Stoffe enthält.   


Archiv

Oktober 2014  - Vortrag mit Herbert Löhr, Dettingen (Erms) 

TTIP
Das transatlantische Freihandelsabkommen
und seine Auswirkungen

Im gut besuchten Wainer Bürgersaal benannte Herbert Löhr in seinem interessanten, aber auch besorgniserregenden Bericht die Risiken, die in den diversen Freihandelsabkommen stecken. „Die Befürworter verteidigen diese handelspolitischen Projekte vor allen Dingen mit der Verheißung großer Wohlstandsgewinne, durch neues Wachstum und der Entstehung neuer Arbeitsplätze. Ein von der EU-Kommission beauftragtes Institut ermittelte allerdings einen nur minimalen ökonomischen Nutzen“, wie Löhr berichtete. „Also müssen hinter diesen Abkommen noch andere Ziel stecken. Tatsächlich geht es hierbei um den privilegierten Schutz von Investitionen, einklagbar von der Wirtschaft vor einer exklusiven, übernationalen Schiedsgerichtsbarkeit". Letztendlich geht es um geopolitische Ziele, um die politische und wirtschaftliche Führung, und die Führung in Bezug auf das Gesellschaftsmodell für die nächste Generation.    

Seinen Blick richtete Löhr dabei auch immer wieder auf Lateinamerika, wo bereits seit zwei Jahrzehnten Abkommen mit Nordamerika bestehen und deren nachteilige Auswirkungen ersichtlich sind. Dort blieb nicht nur Wohlstand und Wachstum aus, die Armutsproblematik verschärfte sich und tausende Arbeitsplätze gingen unwiederbringlich verloren. Die dortige Landwirtschaft liegt am Boden. 


 Mai 2014 - Übergabe der BUND-Gruppe                   

Nachdem Herr Schaaf über 30 Jahre die Wainer BUND-Gruppe gestaltet hat, übergab er im Mai die Leitung an Andrea Heber.

Der Landesverband dankte ihm mit einer Urkunde
für sein 30-jähriges Engagement im BUND.

 


Biotoppflege

Einer der Schwerpunkte der Wainer BUND-Gruppe ist das unter Naturschutz gestellte Biotop. Herr Schaaf betreut seit vielen Jahren die Pflege des Biotops, das mittlerweile vielen Tieren und Pflanzen eine Heimstätte geworden ist.

    



Kontakt

BUND-Gruppe Wain
Andrea Heber Gutenzeller Str. 20
88489 Wain

Telefon: 07353 - 988669

andrea.heber
@bund.net

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