BUND-Gruppe Ochsenhausen

Herzlich willkommen bei uns in Ochsenhausen!
Wir kümmern uns um Amphibienschutz und die Entfernung invasiver Arten (Springkraut).
Möchten Sie bei uns mitmachen? Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns.

TERMINE

Herzliche Einladung zu allen aufgeführten Veranstaltungen.
Wenn nichts vermerkt ist, sind unsere Veranstaltungen kostenfrei.

Bei Rückfragen und für Anmeldungen erreichen Sie uns über die

BUND-Rufnr. 07351-12204, 0178-9425659 oder über
bund.biberach@bund.net
.

______________________________________________________


Mitmach-Aktion
zur Reduzierung des Springkrauts
in Hattenburg, Grüngut-Annahmestelle

Mitmachen können alle, denen unsere heimische Pflanzen- und Tierwelt am Herzen liegen (Familien, Vereine, Radfahrer, Spaziergänger ...).
Infos zur Pflanze selbst: siehe unten unter Infos

Ausrüstung:
(langärmlige) Arbeitskleidung, Garten-Handschuhe, evtl. Gummistiefel. Bei Regen fällt es aus.

Im Moment arbeiten wir in Biberach im Wolfental.
Treffpunkt: Biberach, Wolfental, Steigmühlstraße/Rotbachbrücke

Wenn Sie später kommen: Sie finden die Gruppe entlang des Rotbaches in Richtung Reute. Im Moment sind wir ungefähr auf der Höhe der renaturierten Fläche.

Nächste Arbeitseinsätze:
Dienstag, 17.07.18 | 18.00 bis ca. 20.00 Uhr

Donnerstag, 19.07.18 | 18.00 Uhr bis ca. 20.00 Uhr
Montag, 23.07.18 | 18.00 bis ca. 20.00 Uhr
Veranstalter: BUND Kreisverband Biberach + Stadt Biberach Planungsamt
Treffpunkt: Wolfental , 88400 Biberach, Steigmühlstraße/Rotbachbrücke

Weitere Einsätze in Hattenburg sind geplant.

______________________________________________

INFOS

Infos zum „Drüsigen Springkraut“
und warum wir es an ausgewählten, sensiblen Standorten reduzieren möchten.

Vorkommen
Das Drüsige Springkraut kommt ursprünglich aus dem asiatischen Raum und wurde, da sie wunderschön aussieht, bei uns als Zierpflanze und Bienenweide in den Gärten angepflanzt. Heute verbreitet es sich teilweise großflächig entlang von Gewässern, in Riedgebieten und Auen sowie im Wald. Durch den Samenvorrat im Boden keimen den ganzen Sommer über immer wieder neue Pflanzen aus, was zu gestaffelten Pflanzenbeständen führt. Sie können bis zu 2m hoch werden. Die Pflanze blüht von Juli bis in den Oktober und produziert bis zum ersten Frost immer wieder neue Samenkapseln. Die Samen werden bis zu 7m weit verstreut und sind bis zu 6 Jahre keimfähig. Ein dichter Bestand kann bis zu 30.000 Samen pro Quadratmeter bilden.

Gefahren
Die Art breitet sich dank dem Schleudermechanismus sehr stark aus. Die hohe Pflanzendichte führt zu einer Verarmung der einheimischen Pflanzenwelt. In Wäldern verhindert es die Verjüngung von Bäumen und Sträuchern. Entlang von Gewässern kann es die natürlich vorkommende Vegetation verdrängen, mit der Folge, dass nach dem Absterben der Stängel offene Stellen entstehen, die dann im Winter Erosionen begünstigen. Bei Imkern ist die Pflanze als Bienenweide sehr beliebt. Da sie aber auch mit reichlich süßem Nektar ausgestattet ist, tritt sie auch hier z.T. in Konkurrenz zu unseren einheimischen Arten.
Das Drüsige Springkraut ist auf der prioritären Liste der EPPO (European Plant Protection Organization) als besonders schädliche gebietsfremde Art aufgeführt.

Bekämpfung
Große Bestände können beim Auftreten der ersten Blüten durch Mähen (so tief wie möglich) dezimiert werden. Kleinere Bestände können sehr leicht durch Ausreißen von Hand bekämpft werden. Wichtig sind Nachkontrollen.

Entsorgung
Das entfernte Pflanzenmaterial muss richtig entsorgt werden. Die Pflanzen dürfen auf keinen Fall auf  dem eigenen Gartenkompost landen. Es kann in einer professionell geführten Kompostier- oder Vergärungsanlage entsorgt werden. Im Kreis Biberach ist hierfür der Biomassehof Zell in Biberach-Rißegg, Rißegger Straße 160, 88400 Biberach am besten geeignet.

Die Pflanzen können aber auch in den jeweiligen Grüngut-Annahmestellen des Landkreises entsorgt werden. Dabei ist sehr darauf zu achten, dass keine Samen verloren gehen. Bringen Sie deshalb problematische Pflanzen (Springkraut, Jakobs-Kreuzkraut, …) entweder in gut verschlossenen Papiersäcken zu den Annahmestellen oder entsorgen kleine Mengen im eigenen Mülleimer.

Ersatzpflanzen
Die Auswahl an einheimischen Pflanzen ist sehr groß. Im Gegensatz zu Neophyten sind sie unproblematisch und bieten zusätzlich Lebensraum für unsere heimische Tierwelt. Eine Empfehlung an Gewässern: Blutweiderich oder gewöhnlicher Wasserdost. Für Bienen können Arten angepflanzt werden, die bis spät in den Herbst Blüten tragen. Überhaupt sollten alle Menschen für die Artenvielfalt viele Blühwiesen anlegen.  Dies wäre für alle Insekten empfehlenswert.

Quellen:
Amtsblatt der EU: VERORDNUNG (EU) Nr. 1143/2014 DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 22. Oktober 2014 über die Prävention und das Management der Einbringung und Ausbreitung invasiver gebietsfremder Arten.  https://neobiota.bfn.de/
http://www.neophyt.ch/html/springkraut/springkraut.htm
https://www.infoflora.ch/de/assets/content/documents/neophyten/inva_impa_gla_d.pdf
http://www.eppo.int/INVASIVE_PLANTS/ias_lists.htm

_____________________________________________

ARCHIV

 





30.04.2017  Streuobstwiesenfest
in Ochsenhausen am ehemaligen Krankenhaus

Streuobstwiesen sind ein Stück Kulturgut Oberschwabens und prägen die Landschaft. Sie sind ein wunderbarer Lernort, um sich mit der heimischen Natur vertraut zu machen. Zu jeder Jahreszeit gibt es hier Spannendes zu entdecken und zu erforschen: Von der Blüte im Frühjahr über die Tierwelt im Sommer bis hin zur Erntezeit im Herbst und den Tierspuren im Winter. 
Sie sind auch Rückzugsgebiete für gefährdete Tiere wie zum Beispiel Steinkauz, Fledermausarten, zahlreiche Schmetterlinge und vieles mehr. Rund fünf Dutzend Vogelarten wurden als ständige oder vorübergehende Gäste in Streuobstwiesen festgestellt.
Und o
bwohl sie ökologisch so wertvoll sind und Lebensraum für bis zu 3000 Tierarten und sehr viele Pflanzenarten bieten, sind sie stark im Rückgang.
Als Grundlage für naturbelassenes Tafelobst, für Most, Saft, Wein, Marmelade, Kompott, Kuchen und Dörrobst sind unsere Wiesen aber unverzichtbar. 

Mit unserem Streuobstwiesenfest - bei phantastisch schönem Wetter -
 wollten wir auf diese Vielzahl an Erhaltenswertem aufmerksam machen. Verschiedene Stände boten Infos oder Produkte aus Streuobstwiesen an. Bei Kaffee und Kuchen konnte man aber auch einfach so die Zeit auf der Wiese genießen. Wer wollte konnte an einer der beiden Führungen mit Frau Klausner und Frau Beducker oder am Kinderprogramm teilnehmen. Aber auch die Streichelziegen lockten viele Besucher an.

Veranstalter waren der BUND Kreisverband Biberach und die BUND-Gruppe Ochsenhausen | Netzwerk für Fachwarte im Landkreis Biberach | NABU Geschäftsstelle Allgäu-Donau-Oberschwaben.




Kontakt

BUND-Gruppe
Ochsenhausen
Max Marxer
Weiherstraße 3
88416 Erlenmoos

Telefon: 07352/940525

max.marxer
@bund.net

Jetzt BUND-Mitglied werden; Bilder: detailblick/fotolia, Benicce/fotolia, Monkey Buissnes Images/shutterstock, Mr. Nico/photocase.de

Kommen Sie zu uns!

Suche