Schimmel vermeiden – aber wie?

Schimmelpilze sind ein natürlicher Teil unserer Umwelt und normalerweise eher harmlos. Um ein ausgewachsener Schimmelrasen zu werden, brauchen die Sporen Feuchtigkeit, Wärme und einen Nährboden. Die Stoffwechselprodukte der Pilze können, vom Menschen eingeatmet, zu Allergien und Erkrankungen der Atemwege führen und sollten deshalb als Innenraumschadstoffe ernst genommen werden. Die verräterischen grünen, grauen oder gelben Schimmelpilzflecken zeigen sich besonders gerne an feuchten Materialien wie z.B. Mauerwerk oder Tapeten, Silikonfugen in Feuchtbereichen, an Möbeln und Matratzen oder in der Topferde von Zimmerpflanzen.

Um es gar nicht erst so weit kommen zu lassen, empfiehlt sich ein regelmäßiger Blick auf das Hygrometer. Optimal sind 50 % relative Luftfeuchtigkeit. Bei Werten um 65 – 70 % ist verstärktes Stoßlüften angesagt. Vor allem nach dem Duschen oder Baden das Badezimmer ausreichend lüften. Gleiches gilt für die Küche nach dem Kochen. Hier noch einige Tipps um Schimmel zu vermeiden:

• Räume, auch bei Nichtnutzung, nicht völlig auskühlen lassen, da das die Kondenswasserbildung fördert. 16 bis 18 Grad Celsius im  Schlafzimmer sollten die Untergrenze sein.

• Große Möbelstücke möglichst nicht direkt an Außenwände stellen oder, wenn es keinen anderen geeigneten Platz gibt, mit 5 cm Abstand zur Wand aufstellen. Das verbessert die Luftzirkulation bereits erheblich.

• Abfalleimer, insbesondere den Sammelbehälter für Biomüll, häufig entleeren und reinigen. Der Biomüll kann ein wahrer Tummelplatz für Schimmelpilze sein.

• Zimmerpflanzen nicht zu häufig gießen, das mögen die meisten sowieso nicht, und einmal im Jahr umtopfen.

Was nun, wenn sich die Pilze doch eingenistet haben?
An kleinen Flächen kann eine selbstdurchgeführte Sanierung durchaus erfolgreich sein. Keine chlorhaltigen Bekämpfungsmittel verwenden, da nicht auszuschließen ist, dass die Stoffe lange in den Innenräumen verbleiben und gesundheitsschädlich sein können. Besser die Flächen mit 70 %igem Isopropylalkohol (Apotheke) behandeln. Größere Befallsherde gehören in die Hand von Fachleuten (z. B. Baubiologen), die auch die eigentliche Ursache sicher abklären können. Der BUND hält entsprechende Adressen und Informationsmaterial dazu bereit.

 

Stand: [12.03.2008]



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