Handy – so reduzieren Sie schädliche Strahlung

Handys sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Praktisch sind sie zweifellos, doch werden wir durch den Ausbau der Sendeanlagen zunehmend mit hochfrequenter elektromagnetischer Stahlung konfrontiert, gegen die wir uns kaum wehren können. Da Sendeanlagen bis zu einer Höhe von 10 m genehmigungsfrei in Wohngebieten aufgestellt werden können, nimmt auch die ständige Strahlenbelastung des Einzelnen immer mehr zu. Dies ist äußerst kritisch zu bewerten, da die hochfrequente Stahlung Reaktionen im Körper hervorruft, deren Auswirkungen auf die Gesundheit des Menschen noch nicht ausreichend geklärt sind. Personen, die elektrosensibel sind, also besonders empfindlich auf die Strahlung reagieren, werden in ihrer Lebensqualität stark eingeschränkt.

Um die Strahlenbelastung zu minimieren gibt die Umweltberatung des BUND-Umweltzentrums Ulm einige einfache Tipps zum Umgang mit Handys:

• Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren sollten Handys überhaupt nicht benutzen, da sich ihr Köper noch in der Entwicklung befindet.

• Handys nur für wichtige, wirklich dringende Gespäche nutzen und möglichst kurz telefonieren. Festnetztelefon dem Handy vorziehen.

• Nicht in geschlossenen Räumen telefonieren, v. a. nicht im Auto, in Tiefgaragen und Kellerräumen. Deren abschirmende Wirkung führt dazu, dass die Handys mit voller Sendeleistung „powern“müssen. Wenn überhaupt, dann bei der Fahrt nur mit Freisprecheinrichtung und Außenantenne telefonieren.

• Beim Kauf auf geringe Sendeleistung achten. Der SAR-Wert gibt an, mit welcher Sendeleistung maximal gesendet wird. Zu empfehlen sind Handys mit SAR-Werten unter 0,4 W/kg – siehe www.handywerte.de.

• Nicht in Gegenwart von Kindern mit dem Handy telefonieren und Rücksicht auf Mitmenschen nehmen.

• Schnurlose Telefone nach dem DECT-Standard senden Tag und Nacht, auch wenn nicht telefoniert wird. Es gibt ungepulste strahlungsärmere Alternativen nach dem CT1-plus Standard, die nahezu den gleichen Komfort bieten.

Die elektromagnetische Strahlenbelastung in einer Wohnung – z. B. auch durch schnurlose Telefone - lässt sich messen. Baubiologen können die Strahlen mit speziellen Messgeräten nachweisen und Empfehlungen zur Strahlenminimierung geben. Weitere Informationen und Adressen von seriösen Fachleuten erhalten Sie bei uns im Umweltzentrum Ulm.

 

Stand: [13.07.2006]



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