Gesundes Grillvergnügen

Grillen macht Spaß und gehört ganz einfach zum Sommer dazu. Damit die Freude ungetrübt bleibt, hat der BUND einige Tipps parat, wie das Grillgut frei von schädlichen Substanzen bleibt und die Grillmeister vor Brandverletzungen bewahrt beiben.

• Der Grill sollte standfest sein und an einer ebenen und freien Stelle in ausreichendem Abstand von Gebäuden und Pflanzen aufgestellt werden. Gut beraten ist, wer einen Grill mit GS-Zeichen kauft.

• Beim Grillen mit offener Glut nur Holzkohle und Holzkohlebriketts verwenden. Das Siegel des Forest Stewardship Council (FSC) garantiert Holz aus verantwortungsvoller Forstwirtschaft.

• Zum Anzünden der Holzkohle beziehungsweise der Briketts können statt übel riechender chemischer Brandbeschleuniger Kaminanzünder verwendet werden. Niemals dürfen Brennspiritus oder Benzin in die bereits glühende Kohle nachgegossen werden! Hierbei können bis zu drei Meter weit reichende Stichflammen entstehen, die schwerste Verbrennungen verursachen können. Mit einem Blasebalg oder Zeitungsfächer kann der Durchglüheffekt wesentlich sicherer beschleunigt werden.

• Wenn die Kohle mit einer Schicht weißer Asche bedeckt ist (nach circa 30 bis 60 Minuten) kann es losgehen, die Kohle darf nicht mehr qualmen. Erst dann sind nämlich die krebserregenden Substanzen verbrannt.

• Der richtige Grillabstand ergibt sich aus der Faustregel: Wenn es 15 Zentimeter über der Glut so heiß ist, dass man seine Hand keine zwei Sekunden darüber halten kann, den Rost eine Stufe höher hängen.

• Gesundheitsgefahren lauern, wenn Fleischsaft oder Fett in die Glut tropft. Bei dessen Verbrennung entstehen polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), wie zum Beispiel das krebserregende Benzpyren. Dieses lagert sich mit dem Rauch als schwarze Kruste auf dem Grillgut an. Ein einziges Stück Fleisch kann im Extremfall bis zu 600 Mal mehr Krebs erregende PAK enthalten als der Rauch einer Zigarette! Am besten auf Aluminiumschalen oder –folie grillen. Als ebenfalls krebserregend gelten Nitrosamine, die bei großer Hitze im Grillgut selbst entstehen, wenn dieses Nitritpökelsalz enthält.

• Von Brandverletzungen bei Grillen sind besonders oft Kinder betroffen, deshalb sollten sie nie unbeaufsichtigt sein. Ist es trotz aller Vorsicht zu einer Verbrennung gekommen, sollten die Wunden sofort mit kaltem Wasser behandelt werden. Bei schweren Verbrennungen den Notarzt holen.

 

Stand: [13.07.2006]



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