Lampen ins Rampenlicht gestellt

Die Tage werden kürzer und wir schalten wieder häufiger und früher das Licht in unseren Wohnungen an. Doch was für eine Lampe steckt in der Fassung? Eine Glüh-, Leuchtstoff-, Halogen- oder Energiesparlampe? Rund zehn Prozent des Gesamtstromverbrauchs im Haushalt entfallen auf die Beleuchtung. Ein Grund die verwendeten Lampen, ihren Stromverbrauch und die Lebensdauer einmal genauer zu beleuchten.

Glühlampen erzeugen Licht durch Temperaturstrahlung. Dabei werden fünf Prozent der zugeführten Energie in Licht umgewandelt, 95 Prozent gehen durch die große Hitzeentwicklung verloren. Das angenehme warme Licht ähnelt dem Sonnenlicht, weshalb Glühlampen noch immer am häufigsten verwendet werden, obwohl sie eine sehr unwirtschaftliche Lichtquelle darstellen.

Eine Energiesparlampe benötigt ca. 80 Prozent weniger Strom als eine herkömmliche Glühlampe und erspart damit der Umwelt über eine halbe Tonne Kohlendioxid. Die sehr lange Lebensdauer macht die Lampen außerdem zu „Geldspar“-lampen, der etwas höhere Anschaffungspreis hat sich schnell amortisiert. Neue Energiesparlampen sind mit einem elektronischen Vorschaltgerät ausgerüstet und flimmern nicht mehr. Inzwischen sind sogar dimmbare Varianten auf dem Markt. Energiesparlampen enthalten geringe Mengen Quecksilber und müssen deshalb wie Leuchtstoffröhren über die kommunalen Recyclinghöfe als Sondermüll entsorgt werden.

Die stabförmigen Leuchtstoffröhren sind ebenfalls sehr sparsam und langlebig. Wo es die Optik zulässt und eine gute und gleichmäßige Beleuchtung, wie z.B. in Büros benötigt wird, sind sie optimal. Neue Leuchten mit elektronischem Vorschaltgerät flackern beim Einschalten nicht mehr und halten auch häufige Schaltvorgänge aus.

Niedervolt-Halogenlampen brauchen einen Transformator, der die Spannung reduziert. Der Trafo und die an der Zimmerdecke gespannten Drähte strahlen starke elektrische und magnetische Felder ab und sind somit für elektrosensible Personen nicht empfehlenswert. Bei neueren Modellen, die direkt ans Netz angeschlossen werden, ist dies nicht mehr der Fall. Halogenlampen werden extrem heiß, so dass auf einen ausreichenden Abstand zu brennbaren Materialen zu achten ist. Aus ökologischer Sicht sind sie aufgrund des relativ hohen Stromverbrauchs nicht ideal.

Zu Beginn der dunklen Jahreszeit ist auch die Überlegung angebracht ob die Wohnung ständig und überall hell erleuchtet sein muss. Am meisten spart schließlich die Lampe, die ausgeschaltet bleibt. Vielleicht reicht für die abendliche Tasse Tee auch eine Kerze auf dem Tisch als Lichtquelle aus. Vor allem die vorweihnachtliche Lichterflut in unseren Gärten, die auf die besinnliche Zeit einstimmen soll, muss nicht immer die des Nachbarn übertrumpfen.

 

Stand: [24.10.2007]



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