Energiesparlampen und Gesundheitsverträglichkeit

Eine Energiesparlampe benötigt ca. 80 Prozent weniger Strom als eine herkömmliche Glühlampe, erspart der Umwelt über eine halbe Tonne Kohlendioxid und zahlt sich außerdem für den Geldbeutel der Verbraucher aus.

Trotzdem haben sich die Gasentladungslampen, zu denen Energiesparlampen gehören, noch nicht flächendeckend durchsetzen können und es halten sich nach wie vor einige Vorurteile. Wie ist es beispielsweise um die Gesundheitsverträglichkeit der Lampen bestellt?

Der Strom fließt bei Energiesparlampen durch ein mit Edelgasen gefülltes Glasrohr und bringt die Gasatome zum Strahlen. Dieses unsichtbare UV-Licht wird durch eine Beschichtung an der Innenwand des Rohres in sichtbares Licht umgewandelt. Damit die Lampe sich nicht selbst zerstört, weil nach kurzer Zeit sehr viele Atome ionisiert werden, muss der Stromfluss gesteuert werden. Es kommt zu einem ständigen nicht direkt sichtbaren Hell und Dunkel, das als Flimmerfrequenz jedoch vom Sehnerv wahrgenommen wird und für Mensch und Tier Streß bedeutet.

Neue Energiesparlampen sind mit einem elektronischen Vorschaltgerät ausgerüstet und flimmern nicht mehr. Sie leuchten mit einer Frequenz von 40 000 Hertz. Das menschliche Auge registriert Schwingungen nur bis etwa 60 Hertz. Eine gesundheitliche Beeinträchtigung ist nicht mehr zu befürchten.

Problematisch bleiben die hochfrequenten Felder, ähnlich wie bei Computermonitoren. Zur Sicherheit heißt es hier Abstand halten, etwa 1,5 Meter. Ab dieser Entfernung liegt die Feldstärke unter dem strengen TCO-Grenzwert für Computermonitore (10 Volt pro Meter). Empfindliche Menschen können darauf evtl. reagieren. In diesem Fall ist es am besten auszuprobieren, ob man persönlich die Sparlampen "verträgt".

Energiesparlampen enthalten geringe Mengen Quecksilber (ca. 3 mg pro Lampe) und müssen deshalb über die kommunalen Recyclinghöfe als Sondermüll entsorgt werden. Das Quecksilber ist für die Nutzer von Energiesparlampen nicht gefährlich. Wenn eine Lampe zerbricht, Reste sorgfältig mit dem Staubsauger beseitigen. Nicht berühren, einatmen oder mit Nahrung in Kontakt kommen lassen. Es gibt bereits Energiesparlampen aus Kunststoff, die nicht mehr zerbrechen sondern nur knautschen, wenn sie herunterfallen.

 

Stand: [06.09.2006]



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