Herzlich willkommen bei der BUND-Gruppe Riedlingen

BUND-Streuobstwiese in Riedlingen
BUND-Streuobstwiese in Riedlingen

Wir engagieren uns seit vielen Jahren für den Erhalt unserer Natur- und Kulturlandschaft im gesamten Riedlinger Bereich. 

Unsere Topthemen:

  • Naturpflegearbeiten, wie z.B. säubern und reparieren von Vogelnistkästen, alles zum Thema Obsternte, Apfelsaft und Streuobstwiesenpflege.
  • Pflanzenbörsen: HobbygärtnerInnen können zweimal im Jahr ihre überzähligen Pflanzen anbieten, tauschen oder verschenken. 
  • Ein sehr großes Thema ist für uns die Energiewende. 
  • Wir nehmen regelmäßig Stellung zu Bebauungsplan-, Verkehrs- und Immissionsschutzverfahren. 


Sie interessieren sich für unsere Arbeit, möchten mal an einer Aktion mitmachen oder ein ganz neues Thema anpacken? Dann sprechen Sie uns an! Wir freuen uns über neue Aktive. 
Sie können uns aber auch gerne über eine Mitgliedschaft im BUND unterstützen.

TERMINE

Herzliche Einladung zu allen aufgeführten Veranstaltungen.
Wenn nichts vermerkt ist, sind unsere Veranstaltungen kostenfrei.

Bei Rückfragen und für Anmeldungen erreichen Sie uns über die

BUND-Rufnr. 07351-12204, 0178-9425659 oder über
bund.biberach@bund.net
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Dienstag, 10.07.18 | 19.00 Uhr | im DAV-Heim in Biberach
Gesprächskreis Neue Gentechnik:
Wird die Kennzeichnung "Ohne Gentechnik" demnächst sinnlos?


An den Anfang unseres Gespräches stellen wir Informationen über die FGU: Seit Mitte Mai ist die Fachstelle Gentechnik und Umwelt (FGU) in der Öffentlichkeit. Ziel ist die wissenschaftliche Unterstützung von Nichtregierungsorganisationen, die sich im Bereich der neuen Gentechnikverfahren engagieren: https://gen-ethisches-netzwerk.de/1805_fachstelle_gentechnik_umwelt

Die Themenauswahl steuert ein Beirat, dem die Organisationen Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), Bund Naturschutz (BN), Gen-ethisches Netzwerk (GeN), Interessengemeinschaft für gentechnikfreie

Zweites Thema: Werden Kennzeichnungen wie „Ohne Gentechnik“ demnächst sinnlos oder werden diese grundlegend geändert? Da wir besonders große Risiken bei der künftigen Qualität unserer Lebensmittel sehen, werden wir die z.Z. gültigen Richtlinien für die Kennzeichnung von "gentechnikfreien" und "Bio" Produkt diskutieren und versuchen, die Neuen Gentechnik-Methoden dort einzuordnen.

Ein weiteres Thema sind die im Internet käuflichen Crispr-Baukästen für "zuhause" und die Unvereinbarkeit solcher Experimente. Die fehlende Authorisierung in der deutschen Gesetzgebung wird wohl ebenfalls ein Thema. Jetzt werden solche Arbeiten bereits finanziell unterstützt (Sponsoring).
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Mitmach-Aktion
zur Reduzierung des Springkrauts

Mitmachen können alle, denen unsere heimische Pflanzen- und Tierwelt am Herzen liegen (Familien, Vereine, Radfahrer, Spaziergänger ...).
Infos zur Pflanze selbst: siehe unten unter Infos

Ausrüstung:
(langärmlige) Arbeitskleidung, Garten-Handschuhe, evtl. Gummistiefel. Bei Regen fällt es aus.

Im Moment arbeiten wir in Biberach im Wolfental.
Treffpunkt: Biberach, Wolfental, Steigmühlstraße/Rotbachbrücke

Wenn Sie später kommen: Sie finden die Gruppe entlang des Rotbaches in Richtung Reute. Im Moment sind wir ungefähr auf der Höhe der renaturierten Fläche.

Nächste Arbeitseinsätze:
Dienstag, 17.07.18 | 18.00 bis ca. 20.00 Uhr

Donnerstag, 19.07.18 | 18.00 Uhr bis ca. 20.00 Uhr
Montag, 23.07.18 | 18.00 bis ca. 20.00 Uhr
Veranstalter: BUND Kreisverband Biberach + Stadt Biberach Planungsamt
Treffpunkt: Wolfental , 88400 Biberach, Steigmühlstraße/Rotbachbrücke

INFOS

Infos zum „Drüsigen Springkraut“
und warum wir es an ausgewählten, sensiblen Standorten reduzieren möchten.

Vorkommen
Das Drüsige Springkraut kommt ursprünglich aus dem asiatischen Raum und wurde, da sie wunderschön aussieht, bei uns als Zierpflanze und Bienenweide in den Gärten angepflanzt. Heute verbreitet es sich teilweise großflächig entlang von Gewässern, in Riedgebieten und Auen sowie im Wald. Durch den Samenvorrat im Boden keimen den ganzen Sommer über immer wieder neue Pflanzen aus, was zu gestaffelten Pflanzenbeständen führt. Sie können bis zu 2m hoch werden. Die Pflanze blüht von Juli bis in den Oktober und produziert bis zum ersten Frost immer wieder neue Samenkapseln. Die Samen werden bis zu 7m weit verstreut und sind bis zu 6 Jahre keimfähig. Ein dichter Bestand kann bis zu 30.000 Samen pro Quadratmeter bilden.

Gefahren
Die Art breitet sich dank dem Schleudermechanismus sehr stark aus. Die hohe Pflanzendichte führt zu einer Verarmung der einheimischen Pflanzenwelt. In Wäldern verhindert es die Verjüngung von Bäumen und Sträuchern. Entlang von Gewässern kann es die natürlich vorkommende Vegetation verdrängen, mit der Folge, dass nach dem Absterben der Stängel offene Stellen entstehen, die dann im Winter Erosionen begünstigen. Bei Imkern ist die Pflanze als Bienenweide sehr beliebt. Da sie aber auch mit reichlich süßem Nektar ausgestattet ist, tritt sie auch hier z.T. in Konkurrenz zu unseren einheimischen Arten.
Das Drüsige Springkraut ist auf der prioritären Liste der EPPO (European Plant Protection Organization) als besonders schädliche gebietsfremde Art aufgeführt.

Bekämpfung
Große Bestände können beim Auftreten der ersten Blüten durch Mähen (so tief wie möglich) dezimiert werden. Kleinere Bestände können sehr leicht durch Ausreißen von Hand bekämpft werden. Wichtig sind Nachkontrollen.

Entsorgung
Das entfernte Pflanzenmaterial muss richtig entsorgt werden. Die Pflanzen dürfen auf keinen Fall auf  dem eigenen Gartenkompost landen. Es kann in einer professionell geführten Kompostier- oder Vergärungsanlage entsorgt werden. Im Kreis Biberach ist hierfür der Biomassehof Zell in Biberach-Rißegg, Rißegger Straße 160, 88400 Biberach am besten geeignet.

Die Pflanzen können aber auch in den jeweiligen Grüngut-Annahmestellen des Landkreises entsorgt werden. Dabei ist sehr darauf zu achten, dass keine Samen verloren gehen. Bringen Sie deshalb problematische Pflanzen (Springkraut, Jakobs-Kreuzkraut, …) entweder in gut verschlossenen Papiersäcken zu den Annahmestellen oder entsorgen kleine Mengen im eigenen Mülleimer.

Ersatzpflanzen
Die Auswahl an einheimischen Pflanzen ist sehr groß. Im Gegensatz zu Neophyten sind sie unproblematisch und bieten zusätzlich Lebensraum für unsere heimische Tierwelt. Eine Empfehlung an Gewässern: Blutweiderich oder gewöhnlicher Wasserdost. Für Bienen können Arten angepflanzt werden, die bis spät in den Herbst Blüten tragen. Überhaupt sollten alle Menschen für die Artenvielfalt viele Blühwiesen anlegen.  Dies wäre für alle Insekten empfehlenswert.

Quellen:
Amtsblatt der EU: VERORDNUNG (EU) Nr. 1143/2014 DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 22. Oktober 2014 über die Prävention und das Management der Einbringung und Ausbreitung invasiver gebietsfremder Arten. 
https://neobiota.bfn.de/
http://www.neophyt.ch/html/springkraut/springkraut.htm
https://www.infoflora.ch/de/assets/content/documents/neophyten/inva_impa_gla_d.pdf
http://www.eppo.int/INVASIVE_PLANTS/ias_lists.htm
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ARCHIV

Springkraut-Reduzierung

Auch die BUND-Gruppe Riedlingen hat sich an der Mitmach-Aktion zur Reduzierung des Springkrauts beteiligt.
Sie hat zusammen mit den Gewässerführern der Oberen Donau im Bereich der Donaurenaturierung bei Binzwangen große Mengen der Pflanze entfernt.



Kontakte

BUND-Gruppe Riedlingen

Martin Koch
Im Sämen 4

88521 Ertingen

Telefon:  07371-961171

Martin.Koch@
bund.net

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